475
Ausdruck (konkreter Ausdruck: Modellieren,
Ausschneiden , Kolorieren , Zeichnen ..., ab-
Strakter Ausdruck: Lesen, Schreiben, Spontane
Ausarbeitungen, Plaudereien . ..), oder: Wahr-
nehmen--denken--handeln u. ausdrücken. --
Im Leseunterricht vertritt D. die pSsychologisch
begründete Ganzwortmethode, ähnlich wie Ma-
lischim Deutschland.-- AnStelle formeller Zeug-
nissSe treten die zweifellos wertvolleren Berichte,
die eine persönlich gehaltene physiolog. u. PSY-
cholog. Charakteristik des Kindes enthalten.
UI. Wertung: Die D.-Methode, die 1920
in Brüssel die amtl. Anerkennung tand, iSt be-
reits an einer ganzen Reihe von Schulen (für
Normale u. Anomale) der Stadt durchgeführt.
Auch im Ausland fand die Methode mannig-
fach Beachtung u. wurde (in Dänemark, Frank-
reich, Schweiz, Bogotä im Kolumbien, Sarasota
in Florida, Uruguay, Chile, Bolivien, Brasilien)
an einigen Schulen eingeführt. Der Bund «Die
Neue Schule» Schließt alle zusammen, «die Sich
für die fortschreitende Entwicklung der Erzie-
hung interesSieren, die von den zu engen polit.
oder konfessionellen Grenzen, die Sie ersticken,
anstatt Sie zu beleben, befreit ist». =- Über SO-
ziale u. moralisSche Gesichtspunkte hinaus er-
fährt man von religiöSser Unterweisung u. Er-
ziehung in denBerichten nichts.Ein abschließen-
des Urteil ist umso weniger möglich, als die uns
Denken.

vorliegende Darsteilung aus dem D.-Kreis Selbst -
Stammt u. nicht das geschriebene Wort, Sondern
der Geist, den man an Ort u. Stelle Sich auswir- :
ken Sehen muß, es 1St, derdie Methode ausmacht. ' ie : . 2
' ? Sucht nun Möglichkeit, Bedingungen, Faktoren.
Gegenüber M. Montessori Sind die Anhänger
D.s auf die Priorität ihres Führers bes. bedacht.
476
inhalten beigelegt (latentes WisSsen) ; in beiden
Bedeutungen 1ist das Wissen ein Produkt des dy-
nam. D.s. Dieses D., das Gegenstandserfassung
intendiert oder darstellt (D. im eigentl. Sinn)
iSt an den Gegenständen Selbst orientiert u.
unterscheidet Sich dadurch vom Pfartaszeren-
den D. (D. im uneigent]. Sinn), das nur mii
Gegenstandswissen operiert, ohne aber Gegen-
Standserfassung zum Ziel zu haben (Beispiel :
das dichterische D.). Die vollzogene Erfassung
von Gegenständen heißt « Zrkennen». Das D.
findet Ausdruck, Mitteilung u. Darstellung
durch die Sprache (s. d.). Das Vermögen des
Menschen, zu denken, wird « Versrand» (Intel-
lekt) genannt; wird es nach dem Ausmaße
Seines Vorhandenseins oder Seiner Leistungs-
fähigkeit beurteilt, SO Spricht man von «/-
felligenz» (Ss. Art. Begabung).
Das D., für Sich betrachtet, ist Objekt wis-
Senschaftl. Untersuchung für Erkenntnislehre,
Logik u. Psychologie.
1. Erkenntnislehreu Logik: Die philo-
SOph. Lehre vom D. wird vielfach Schlechtwesg als
«Logik» (Denklehre) bezeichnet. Mehr empfiehlt
SICh aber. eine Unterscheidung von Erkenntnislehre
u. Logik im engeren Sinne.
Die Erkenntnislehre gewinnt ihren Betrach-
tung'sgesichtspunkt dadurch, daß Sie die Intention
des D.s auf GegenstandserfasSung zum Ausgang
nimmt. Ein D., welches die intendierten Gegen-
Stände in der dem D. eigentüml. «konformen»
Weise tatsächlich wiedergibt, heißt za/!res D.;
jenes D., bei dem dies nicht statthat, 7zzzch?waes
arrniges, falsches) D. Die Erkenntnislehre unter-
- Mittel u. Kennzeichen des wahren D.s (vgl. Art.
Schrifttum: Während in Deutschland trotz
- terial» in Betracht ziehen muß, wird Sie auch «ma-
' tenale Logik» genannt.
A. Hamaides Buch, deutsch von M.-Th. Pape(1928),
die D.-Methode wenig diskutiert ist, widmet das
Augland ihr besondere Aufmerksamkeit: A. Rubijes
bespricht Sie ausführlich in der Revista de Peda-
gogla (Madrid, Nr. 83, Nov.;; The Christian Science '
Monitor (XXI, 7, 4. Dez.) widmet ihr einen Bericht, .
m dem bes. der Unterschied von der Montessori- :
"blickt, daß Sich bei allem D. u. den verschiedensten
Methode betont Sein Soll. 35. Spieler.
Denken.
I. PhiloSoph.-pSycholog. Grundlegung:
Man kann das D. bestimmen als ein auf Gegen-
Erkenntnistheorie,. Da Sie dabei die Beziehung des
D.s zu Seinem Jeweiligen Gegenstand oder «Ma-
Die Logik im engeren Sinne, auch als «fonmaie
Logik» bezeichnet, Sieht von jener Beziehung des
D.S zum jeweiligen Gegenstand ab ; Sie betrachtet
das D. unter dem GesSichtspunkt der Rchtigſßert u.
N7chtrichtigkeit (Falschheit), indem Sie darauf hin-
Gegenständen gegenüber immer wieder gewisse
gleichbleibende /omer des D.s [(z. B. das Lrteil,
' feststellen lassen, u. die Beziehungen Solcher DenKk-
' formen zum Ziel des D.S, zur GegenstandserfasSsung,
Stände gerichtetes Erleben, welches auf das.
geistige Ertassen von Gegenständen abzweckt -
u. die erfaßten Gegenstände in unanschau]l.
Weise wiedergibt. Aus dieser Bestimmung ist
ersichtlich, daß die Bezeichnung «D.» zwei Er-
lebnisarten deckt: zunächst etwas DyrnauSches,
dem ein Hinstreben, ein Hinarbeiten zum Ge-
genstandserfassen eignet, Sodann aber auch
etwas „Stat:?sches, das in einem Festhaiten u. Ver-
gegenwärtigen von erfaßten Gegenständen be-
Steht. Dieses aktuelle geistige Haben von Ge-
genständen wird oft IU'7sSezn genannt (aktuelles
Wissen); dieselbe Bezeichnung wird aber auch
unserem PStY unterSucht.
In dieser Einstellung behandelt die Logik das
D. nach zwei Seiten hin [wodurch Sich zwei neue
Bedeutungen von Arbeitsfelder der Logik ergeben , die allerdings
meist nicht auseinander gebalten werden. AIS
Denklchre im engsten Sinne, untersucht die Log:k
das D.. wie es beim einzelnen Denkenden . vor
allem aber beim? wissenschaftl. Denken vorkommt.
daraufhin, in welchen Formen dieses D. Seinem
Ziel angepaßt ist. Sie steilt also geeignete «u. Un-
geeignete) Denkformen fest; indem Sie dabeiWinke
u. Vorschriften für das richtige D. an die Hand
gibt, wird Sie zur normativen Logik; indem Sie die
Verfahrensweisen des wisSenschaft]. D.S ermittelt,
wird Sie zur Methodenlehre; indem Sie Kunstgritie

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.