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ihr Amt Schlecht vorbereitet Sind, u. die dann
den Hemmungen, mit welchen ein fakultatives
Fach von vornherein zu kämpfen hat, doppelt
wehrlos gegenüberstehen.
Schrifttum: Die beste histor. Übersicht über
das H.e bietet immer noch W. Gesenius, Geschichte
der hebr. Sprache u. Schrift (Leipzig 1815); dazu
H. Stracks Artikel über H. im Enzyklopäd. Handb.
der Pädagogik von W. Rein IV (* 1906) 115--124;
B. Walde, Christl. Hebraisten Deutschlands am
Ausgang des Mittelalters (1916); L. Geiger, Joh.
Reuchlin, Sein Leben u. SeineWerke (1871); F.Neve,
Memoire historique et litteraire Sur le college des
Trois-Languesal'Universite de Louvain: MeEmoires
cour. de Academie Belge t. XXVIII (Bruxelles
1856). -- Für die Hand des Lehrers ist Jetzt die
beste Darstellung der Sprache die Neuauflage (29.)
der hebr. Grammatik von W. Gesenius durch G.
Bergsträßer (1928/29); empfehlenswert ist ferner
die histor. Grammatik der hebr. Sprache des Alten
Testaments von H. Bauer 1. P. Leander I (1922);
gute Schulbüchersind von Strack (?*1930, neu bearb.
von A. Jepsen), Steuernagel, Beer, Bauer, Dreher
(neue Aufl. Steht bevor), Holzhey, Vosen u. Kaulen
(231922, hrsg. von J]. Schumacher); von den ver-
Schiedenen Wörterbüchern Sind zu empfehlen :
W. Gesenius, Hebr. u. aram. Handwörterbuch über :
das Alte Testament, bearbeitet von F. Buhl (171921,
neue Aufl. durch L. Köhler in Vorb.), u. das von
E. König (?1922). A. Allgezier.
Heeresfachschulen.
Mit dem alten, auf der allgem. Wehrpfücht be-
ruhenden Heere wurden auch die früheren 177/77-
Heeresfachschulen.

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Scheidenden für einen bestimmten Beruf vorzu-
bereiten u. So leichter unterzubringen.
Reichswerlrfachsciaele 1St die zusammentfassen-
de (nichtamtl.) Bezeichnung für die H. bei allen
Teilen desLandheeres u. für dieMarinefachschu-
len (s. d.) bei Dienststellen der Reichsmarine.
1. NeeresfachschuleniürVerwaltung u.
Wirtschaft bereiten in 2 Stufen auf den Be-
amtenberuf u. das freie Wirtschaftsleben vor:
1. Die Unterstufe (Kl. VII--VI) besuchen
alle Unteroffiziere u. Mannschaften vom 5. bis
zum vollendeten 7. Dienstjahr pflichtmäßig.
Der Unterricht wird in jährlich 30 Unterrichts-
wochen zu je 8 Unterrichtsstunden erteilt.
2. Die Oberstufe (fakultativ) hat je einen
Zug für Beamte (R1. V--1, vom 8.--12. Dienst-
jahr)u. einen für Kaufleute(K1L11-1,vom 11.-12.
Dienstjahr). (30 Unterrichtswochen, u. zwar im
8. bis mit 10. Dienstjahr je 8, im 11. Jahr 20 u. im
12.Jahr28Wochenstunden.) Erstererkann durch
eine 2fache Prüfung abgeschlossen werden: Ab-
Schlußprüfung I befähigt zum Eintritt in die Be-
amtenstellen der alten Besoldungsgruppel1--V;
Abschlußprüfung IT ermöglicht den Eintritt in
die gehobenen Stellen der mittleren Beamten
; mit alter Gruppe VII] als Eingangsstutfe.
Wer Sich einem kaufm. Berufe zuwenden will,
' erhält nach erfolgreichem Besuch der K1. III
' einen nach dem Lehrplan derhöh. Handelsschu-
ZirSchulen (KRadettenhäuser u. -Schule, Militär-:
realschule, Unteroffiziervorschule, Unteroffizier-
Schule, Militäranwärter- u. Kapitulantenschule,
Oberfeuerwerkerschule, Festungsbauschule, Ka-
vallerieschule, Kriegsschule, -akademie, Artillerie-
u. Ingenieurschule, Militärtechn. Akademie, Mili-
tärschießschule, Militärreitinstitut, Militärturnan-
Stalt, Kriegstelegraphenschule, Mihtärvetermär-
akademie, Kaiser-Wilhelm-Akademie u. militär-
ärztl. Applikationsschule |s. hierzu Roloff, Lex. der
Päd. I11 682-687) zu Grabe getragen.
Die neu entstandene Wehrmacht ist gezwun-
gen, nunmehr für eine entsprechende Versor-
gung nach Ausscheiden aller ihrer Angehörigen
in bürgerl. Berufen Sorge zu tragen. Durch De-
mobilmachungsverhältnisse u. aufgezwungene
Heeresverminderung waren die Behörden über-
tüllt. Notgedrungen warman bestrebt, denStrom
der aus dem Heere Ausscheidenden in das freie
Wirtschaftsleben abzuleiten. Kostenlose Lehr-
gänge (landwirtschaftl., gewerbl., techn. «Lehr-
gänge zur Vorbereitung tür den Ziwwilbeamten-
beruf»von Swöch. Dauer), imNovember1920von
der Heeresleitung eingerichtet, Sollten den Über-
gang hierzu erieichtern. AUS diesen kurzfristi-
gen, den Augenblicksbedürfnissen zugewandten ;

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Lehrgängen entwickelten Sich 2 Jahre Später ver- :
fügungsmäßig eingerichtete H., differenziert
nach 3 Richtungen, mit dem gemeinsamen Zel:
die Allgemeinbildung der Wehrmachtsangehö-
nigen zu heben, die nach 12jähr. Dienstzeit Aus-
Lexikon der Pädagogik der Gegenwart. I.
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len gestalteten Unterricht (Prüfung für Kauf-
leute). WernurdieUnterstufe beSuchthat,nimmt
pflichtmäßig im 12. Dienstjahr an dem Wieder-
holungslehrgang teil.
Ünterrichtsfächer, IVochenstunden uSw. Sind
aus umstehender Tabelle ersichtlich, der Ze2-
Dlan aus dem Seit 1. X. 1926 gültigen «Lehr-
plan für den Unterricht im den H. für Verwai-
tung u. Wirtschait» mit Deckblättern Ar. 1--4
(Juli 1927) u. Nr. 5-17 (Februar 1928). Die
Prüfungsordnung ergibt Sich aus der «Ordnung
für die Abschlußprüfung I u. II in den H. für
Verwaltung u. Wirtschaft» (1925).
11. Heeresfachschulen für Gewerbe u.
Technik bilden diejenigen, die bereits vor Ein-
tritt in das Heer in einem Handwerk tätig waren,
weiter aus bis zur Erlangung des Gesellen- u.
Meisterbriefes ihres Berufes, zu Tiefbautech-
nikern, MasSschinen- u. Elektrotechnikern für
private u. öffentl. Betriebe. Neben der prakt.
Ausbildung in Lehrwerkstätten u. Handwerker-
Schulen läuft theoret. Unterweisung in natur-
wisSenschaftl. u. techn. Fächern, in Geschäits-
u. Staatsbürgerkunde.
III. HeeresfachSchulen für Landwirt-
Schaft, verbunden mit landwirtschaftl. Betrie-
ben, bilden wie andere landwirtschattl. Schulen
zum prakt. Landwirt aus. Besondere Lehrgänge
zur Ausbildung von Beamten mit landwirt-
Schaftl. VorkenntnisSsen Sind vorgesehen.
Jeder der 3 Gattungen (dem Reichswehrmin1-
Sterium unterstehend) Steht im jedem Wehr-
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3

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