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rer, 365 Schüler, darunter g Mädchen. 2. Staatl.
Oberrealschule 1. E. in Stadthagen. Eröffnet
1902; 1922 begann gleichzeitig mit der Ver-
Staatlichung die Umwandlung zur Oberreal-
Schule. 1928 zählte sie 7 KI. (z. T. doppelt)
(VI--O 11), 16 Lehrer u. 324 Schüler, darunter
76 Mädchen. 3. Städt. Marienschule mit staatl.
Zuschuß in Bückeburg. 1806 errichtet als höh.
Mädchenschule, jetzt Lyzeum nach den preuß.
Bestimmungen. Fakultat. Lateinunterricht für
den Übergang in die OII des Adolfinums. 1928:
6 K1., 10 Lehrkräfte, 200 Schülerinnen. 4. Höh.
Privatschule in Steinhude nach den Plänen u. im
Anschluß an die Oberrealschule 1. E. in Stadt-
hagen. Aufbau bis U II geplant. 1928 vorhan-
den VI u. V mit 13 Schülern u. Schülerinnen.
Schrifttum: Das Deutsche Schulwesen. Jahr-
buch 1927, hrsg. vom Zentralinstitut für E. u. U.
(1928). A. Heeren.
Scheibner, Otto.
S. ist am 7. IX. 1877 in Borna bei Leipzig ge-
boren, besuchte dort die Seminarübungsschule u.
das Lehrersgeminar ; 1898 Z7Z/s/ehrer an der Se-
lektenschule mit Progymnasium in Schwarzenberg
1. Erzg.; Seit I901 Zerer an der höh. Schule für
Mädchen mit Lehrerinnenseminar in Leipzig, die
Später als Gazudig-Schule bekannt geworden 1st;
Studierte bei M. Wurdt, F. Volgelt, W. Wrih, F.
Krueger, P. Barth, W. Pfeffer, W. Marschall, C.
Chun, H. Credner u. andern Philosophie, PSycho-
logie, Pädagogik u. Naturwissenschaften. Neben
der hauptberufl. Arbeit war S. noch tätig als Do-
zent an der Hochschule für Frauen in Leipzig in
den Abteilungen für Erziehungskunde u. für So-
ziale Berufsarbeit u. Dozert für PSychologie u. Pä-
dagogik am Werklehrerseminar in Leipzig ; 1923
0. hon. Prof. u. Direktor des Päd. Instituts an der
Univ. Jena ; 1929 /vf. für Pädagogik an der Päd.
Akademie in Erfurt, zugleich Prof. in Jena.
Seit 1918 übte 5. eine ausgedehnte Vortrags-
tätigkeit im In- u. Ausland aus, bes. Seit 1922
im Auttrag des Zentralinstituts für Erz.u. Un-
terr. in Berlin. -- S. hat Sich literarisch bes. in
der päd. Psychologie u. in der Arbeitsschul-
bewegung betätigt. In ersterer Richtung läuft
Seine Schriftleitertätigkeit an der Zeitschrift für
päd. Psych. u. exp. Päd. Seit 1g10, zuerst mit Z.
Meumann, Seit 1915 mit WW. Stern, u. die ver-
antwortl. Mitleitung der Seit 1912 erscheinenden
Sammlung Fäd.-psycholog. Forschungen, in der
andern die Herausgabe der Monatsschrift De
Arbeitssc/aule (Seit 1925) u. der Sammlung WerK-
freude (Seit 1928 12 Bde.). Zu diesen u. andern
Zeitschritften hat S8. zahlreiche Beiträge geliefert.
Außerdem war er an der Herausgabe des Gau-
digschen Lesebuchwerkes mit 2 Bänden dbe-
teiligt. 1930 hat er die Bearbeitung der 3. Aufl.
von H. Gaudig «Die Schule im Dienste der
werdenden Persönlichkeit» besorgt.
S. hat auf die Entwicklung der päd. Jugend-
kunde u. der Arbeitsschuleentscheidenden Ein-
fluß genommen. Erstere hat er bereichert durch
Scheibner- Scheler.

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Sorgfältige Analysen der kindl. Gegebenheit für
die Unterrichtsarbeit u. die psych. Untersuchun-
gen der kindl. Leistungen im Unterricht. Für die
Arbeitsschule hat er mit ZZ. Gaudig bes. die
freie geistige Schularbeit vertreten. Er wird mit
Recht von Eggersdorfer als der «eigentl. Theo-
retiker der freitätigen Schularbeit» bezeichnet
(Jugendbildung, %1930). S. hat dabei wohl die
Aktivität der Schüler gegenüber der rezeptiven
Hinnahme von Bildungsgütern überschätzt.
Aber SeineWerbung für die dem Unterricht vor-
angehende Vorarbeit des Schülers, Seine Sorg-
fältige Ausgestaltung der didakt. Formen des
freien Unterrichtsgesprächs u. des arbeitsteili-
gen Unterrichts, die psycholog.-didakt. Vertie-
tung der Gaudigschen Anregungen Sind blei-
bendes Verdienst S.s. Gegenüber den extremen
Methoden hat er die begründete Mahnung ge-
geben, auch die Sachl. Ergebnisse des Unter-
richts nicht zu vergessen.
Schrifttum: O0.8S.,20JahreArbeitsschule inlIdee
u. Gestaltung (1928,*1930, enth. die vielverstreuten
Aufsätze S.s zur Arbeitsschulfrage u. gibt Über-
blick über Sein ganzes Schaffen). Z. X.Wezgl.
Scheler, Max.
Geb. am 22. VIII. 1874 in München, P?v.-Doz.
in Jena u. München, VÜrzv..Prof. in Köln u. Frank-
furt a. M., gest. am 19. V. 1929. Schüler von X.
Eucken, dann zu E. F/usSerl! Sich wendend, aber
mitstark realist. Einschlag u. angeregt durch MV7ezz-
Sche, W. Diltkey, H. Bergson, G. Simmel u. eine
Zeitlang durch kath. Traditionen, bes. durch einen
im Geiste der Phänomenologie u. des früheren
Ontologismus gedeuteten Augustinismus.
Gegen Kants Formalismus begründet S. eine
apriorist. materiale Wertethik, von der starke
Einflüsse ausgingen, wie auch Seine Phänome-
nologie des religiöSen Aktes u. Gegenstandes
katholischergeits vielfach dankbare Aufnahme
fand, während S.s Metaphysik Sowie deren Tren-
nung von der religiöSsen Erkenntnis krit. Zu-
rückhaltung begegnete. Als feinsinniger PSy-
chologe hat S5. Sein Bestes geleistet. Seine SOZI1O-
log. Analysen haben Sowohl die Gesellschatts-
kritik wie die Wesenserforschung der Gemein-
Schaft gefördert; Seine Anthropologie u. die
mit ihr eng verbundene Geschichtsmetaphysik
ist unvollendet geblieben. Namentlich auf letzt-
genanntem Gebiet fand S. in Seiner Wendung
zu einer pluralist. Metaphysik, für die das Ab-
Solute Sich aus Drang zum Geist (in auffallen-
der Parallele namentlich zu romant. u. vor allem
Spät-Schellingscher u. hartmannscher Natur-,
Geschichts- u. Religionsphilosophie) erst ent-
wickelt u. SO zu «Gott» erst 202rd, Starken Wi-
derspruch nicht nur Seitens des Katholizismus.
Auch hier gab der alles moderne Mengsgch- u.
Weltempfinden in feinstem Erspüren aufsrei-
fende Philosoph Tendenzen Ausdruck, die in
der duaglist. Lebensmetaphysik der Gegenwart
Sich breit machen, aber er vermied dabei die

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