TZILI
andere Berufe mit wirtschaft]. Einschlag bei
Bahn, Post, Zoll, Kommunen, Verbänden usw.
vorbereiten. Auch 1st Sie geeignet, den Unter-
bau für die Wirtschaftsoberschule (s. d.) zu
bilden, mit der zusammen Sie eine 6jähr., zur
Maturität für dieWisofakultät führende Aufbau-
Schule wirtschaftl. Typs darstellen würde. Der
ausSichtsreiche Plan ist vorläufig (wenigstens
in Preußen) reduziert auf eine Form der Han-
delsschule mit dem Ziel der Sog. «Mittleren
Reife» (s. d.), die entweder in 2 oder bei Er-
richtung einer SVorklasse» in 3 Jahren er-
reicht wird. Näheres ergibt der Preuß, MinErl.
vom 10. II1l. 1928.
Er Sieht für die 2jährige Form folgende Stunden-
tafel] vor, von der aber Abweichungen auf Grund
örtl. Verhältnisse Seitens der Schulaufsichtsbehörde
zugelassen werden können.
1. Deuts . . uu u ir u = 4 + 4
2. Fremdsprache . . . . u u 5 + 4
83. Betriebswirtschaftskunde u. Schriftverkehr 4 + 4
4. Recinen. . u u u u . 3 3
5. Buchführung . . u 2 3
6. Wirtschaftl. Erdkunde . - 2 2
7. StaatsSbürgerkunde . . . . . . 2 2
8. Schreibtächer (Schreiben, Kurzschrift, Ma-
Schinenschreiben) « .»„.» . ee + 4. + 4
9. Turnen . . . . . . 2 + 2
10. Hauswirtschäft (für Mädchenschulen), Statt
dessen bei Knabenschulen u. U. eine
2. Fremdsprache . . . . . . - .- (3) + (3)
28 (31) 28 (31)
Die hier gegebene Form, bes. aber die Be-
Schränkung auf die mittlere Reife statt der
Reife für O1, kann nur als eine vorläufige
Regelung angesehen werden u. iSt im Sinne
einer Vorstufe zur W. mit der OII-Reife zu
würdigen. In diesem Sinne haben einige Städte
zie zu Ostern 1928 eingerichtet.
2. In Sader u. in einigen andern Ländern
Kann als eine Art W. die 5og. 27ä/r. Höh. Han-
delsschule angesehen werden. Diese baut ent-
weder auf der 8. K1. der Volksschule auf, 50-
fern die Absolventen fremdsprachl. Vorbildung
besitzen, oder es wird von den Schülern vor
dem Eintritt in die Aöh. Handelsschule der
erfolgreiche Besuch der 4. KL. einer höh. Lehr-
anstalt verlangt. Schüler u. Schülerinnen, die
letztere Vorbildung besitzen, oder diebei ihrem
Eintritt in diese Abteilung der Höh. Handels-
Schule eine Aufnahmeprüfung bestehen mit An-
forderungen, wie Sie zum Eintritt in die OUI
einer höh. Schule verlangt werden, erhalten
nach 2jähr. Besuch der Höh. Handelsschule die
mittlere Reife. Sehr begabte Volksschüler, die
entsprechende fremdsprachl. Vorbildung be-
Sitzen u.dieAufnahmeprüfung bestanden haben,
können über diesen Weg ebenfalls zur mittleren
Reife gelangen. 1. X. Oberdach. 2. L. Baur.
Wirtschaftskunde.
[W. = Wirtschaft.)
Ziel ist, die Bedeutung u. Grenzen des W.S-
lebens für die Erziehungs- u. Bildungsaufgabe
herauszustellen. Die Bildungspolitik der Gegen-
Wirtschaftskunde - Wirtschaftsoberschule.

I 312
wart soll dahin beeinflußt werden, daß die wirt-
Schaftlich prakt. Notwendigkeiten in der Er-
ziehung u. Bildung der Jugend zu ihrem Recht
kommen. Der Mensch bestimmt die W.; Sie
iSt um Seinetwillen da, nicht er für Sie. Be-
leuchtung der engeren u. weiteren Heimat als
W.sSgebiet auch in geograph. u. geolog. Hin-
Sicht, ferner einzelner Zweige der W., wie Land-
u. Forst-W., Bergbau, Erweiterung des Stoffes
durch Warenkunde u. weltwirtschaftl. Betrach-
tungen. Der Stoff ist entsprechend der Schul-
art auszuwählen, damit er den Lebens- u. Be-
rufsinteressen der Schüler zu dienen u. ihre
Arbeitsfreudigkeit zu wecken vermag.
W.sSkunde wird unter dieser Bezeichnung an
einigen Frauernoberschulen fakultativ erteilt u. er-
Streckt Sich auf die Besprechung der W.lichkeit
hauswirtschaftl. Betriebe: Ersparnis von Zeit, Geld
Uu. Kraft bei richtiger Verwendung von Arbeits-
material u. zweckmäßiger Einrichtung. Für einen
landw. Haushalt wird in landw. Schulen W.Skunde
als land- u. hauswirtschaftl. Betriebslehre erteilt.
-- In Zaufmänn. Schulen gibt man Handelskunde
u. zerlegt dieses Fach weiter in Betrniebswirtschafts-
lehre, Recht, Schriftverkehr; dazu werden volks-
wirtschaftl. Gebiete genommen in denjenigen Schu-
len, in welchen Volkswirtschaftslehre nicht ein be-
Sonderes Fach 1st. In gewerbl. Schulen nannte man
die betr. Kapitel GeSchäftskunde u. gliederte Sie
dem Fach Bürgerkunde ein. Neuerdings Spricht
man von /Zarudwerkl. Betriebsiehre, 50 namentlich
am Berufspäd. Institut.
Schrifttum: Th. Brauer, Allg.W.Skunde (1923,
veraltet, aber brauchbar); O. Piepenstock, W.8-
kunde Deutschlands u. SeinerVerkehrsländer nach
geograph., volkswirtschaftl. u. warenkundl. Ge-
Sichtspunkten (2 Bde., 1931); L. Klein, W.Skunde
für Berufs- u. Fachschulen (1931); Gnzerricht u.
Praxis. Monatsschrift der wirtschaftl. Lehrerinnen
auf dem Lande (Seit 1925). LTL. Holtz.
Wirtschaftsoberschule.
I. Das höh. Schulwesen 1ist im Laufe der Zeit so
ausgebaut worden, daß fürdie Hauptbildungsideale
u. zugleich für die verschiedenen Arten der höh.
Berufe je eine typ. Schulform entwickelt worden
ist. ES fehlt noch die zum Maturum führende höh.
Schule für den Wirtschaftsmenschen, den Neigung
u. Begabung zu späterer Betätigung u. führender
Stellung im Wirtschaftsleben bestimmen, u. der in
den Bildungsgütern der andern höh. Schulen nicht
das ihm Zusagende, das ihm gemäße Ziel u. Bil-
dungsgut findet. Wohl Sind für das Hochschul-
Studium dieser Begabungen bereits die MW7so/agul-
täten an den Univ. Frankfurt u. Köln Sowie die Za-
delshochschulen vorhanden u. Seit einem Viertel-
jahrh. immer besser u. weiter ausgebaut worden.
Es fehlt aber der gute u. zweckmäßige Unterbau,
d. i. der zur Maturität für das wirtschatfts- u. Sozial-
wissenschaftl. Hochschulstudium führende Typ der
höh. Schule, die W. Seit 1920 ist die Forderung
nach Errichtung Solcher Schulen, natürlich in be-
Schränktem Ausmaß entsprechend dem Bedürfnis,
immer stärker erhoben worden. Baden ist 1923
mit der Errichtung vorausgegangen. Sachtsen u.
Thüringen Sind gefolgt. In Zaden besteht in Frei-

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