JIngendkunde
Psychologie, Physiologie, Soziolo-
ie des jungen Menschen). Ihre
Hauptaufgaben Sind: 1. Erfor-
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gehung der ſiigenart des ICindes :
(und des Jugendlichen) an gich |
(im Gegensatz zu der des Erwach-
genen); diese liegt einerzeits inder
körperlich-biologischen Gegeben-
heit (Labilität, aber auch Ent-
wicklungsfähigkeit, Drügenfunk-
tion, Wachstumsverlauf, Sinnes- |
| 20. Lj. (Grundsätze von 1911).
tätigkeit usw.), in dem begonde-
ren Charakter der Seelischen Er-
Jebnisse: diffuse, komplex und
konkrete Gestalterlebnisse, Trieb-
und Gefühlsbedingtheit, gubjek-
tive Anschaummegbilder (8. Kide-
tik), fehlende zentrale Steuerung -/
des Tätigseins, Spielende Funk-
tionsbetätigung, mangelnde Lin-
Sicht in logische Zusammenhänge
usw.; 2. Erforschung des Til
uicklungsverlaufſs (8. 4.) nach
Vempo, Richtung und Begonder-
heit; 3. möglichst umfassende
Darstellung einzelner Lntwick-
lungsphasen als struktureller und
charakterlicher Sinnganzheiten(s,
Kindes-, Schul-, Jugendalter);
4. Erkenntnis der seelischen ['n-
lerschtede zwischen den Geschlech-
tern, Kindern verschiedener (irup-
pen, Nationalitäten, Milieus (s.
differentielle Psychologie) und
Aufstellung jugendlicher Typen
(8. d., Funktions-, Struktur-, Cha-
rakter-, Milientypen usw.); 5. Er-
forschung der Zusammenhänge
zwiSchen Vererbung, Anlage, Mi-
lieu (8. d.) und kindlicher Int-
wicklung; 6. Erforsehung der Dr-
dinqungen pädagoqtecher Wirk-
Samkeit (Bildgamkeit, Begabung,
Intelligenz, Lern- und Arbeits-
prozeß, 8. d.). - 1..: O. Tumlirz,
Einführung in d. Jugendkunde,
2 Bde., 2" * 27/31; A. Busemann,
Päd. Jugendkunde, 31. Weitere
L. 8. dort,

Jugendstrafvollzug
Jugendleiterin, 8. IKinderhorte.
Die Ausbildung der J. ist ge-
regelt durch Vereinbarung der
Länder von 1931 und entspre-
chende Länderverfügungen.
Jugendpflege, Teil der Jugend-
wohlfahrtspflege (s. d.), Gesamt-
heit der (öffentlichen und pri-
vaten) Veranstaltungen zur Be-
treuung der nicht mehr 8chul-
pflichtigen Jugendlichen bis zum
Ihre Aufgabe besteht in der Schaf-
ſung von Lrholungs-, Spiel- und
Bildungsgelegenheilen in Form von
Büchereien, Heimen, Sport- und
Turneinrichtungen; ihre Träger
Sind Vereine, Gemeinschaſten,
Gruppen, die in (Orts-, Kreis-,
Bezirks-) Ausschüssen zusammen-
gefaßt werden, öffentliche (neben-
amtliche) Jugendpfleger und Be-
ratungsstellen bei den Regie-
runzen. - 1,.: II, IHirtgiefer, J, in
Preußen, 30; K. Stern, J., 24.
Jugendpsychologie, 8. Jugend-
kunde.
Ingendschriften, Schriften, dieſür
Kinder und Jugendliche hingicht-
lich des Interessengebietes oder
des Verständnisses geeignet er-
Scheinen, oder die bestimmte
Zwecke (belehrender oder erzie-
hender Art) erfüllen Sollen. Die
ältere J.literatur Stellt fast aus-
Schließlich diesen zweiten Ga-
Sichtspunkt in den Vor