Analytischer Unterricht
Satz zu Synthese (8. d.); Zerplie-
derung eines Ganzen (z. B. eines
Begriffs, einer Wahrnehmung) in
Seine Teile, Bei ICant, gind „«ana-
Iylische Urleile“ Erläuterungs-
urteile oder golche Urteile, „in
welchen die Verknüpfung des
Prädikats mit dem Subjekt durch
Identität“ gedacht wird. Die A.
igt ein wichtiges unterrichtliches
Hilfsmittel zur Erläuterung von
Begriffen, zur Klärung der An-
Schanung usf. Herbart (8. d.) nennt,
wend“ "nterricht analytisch, dervom
Kinde und Seinem Gedankenkreis
ausgeht (zum Unterschied von
Synthet. und von bloß darstellen-
dem U.,(8.d.). Ziller (8.d.) zerlegt
die formale Stufe der „Klarheit“
(Herbart) in A. und Synthese,
wobei die A. die vorbereitende
Bereitstellung (Besprechung) des
Bekannten ist.
AnalytisceherUnterricht,s. Analysc,
Analytisches Urteil, s. Analyse.
Anatomie (grch. Zerschneide-
kunst), Lehre vom Bau des Or-
ganismus; als A. des kindl. Kör-
pers häufig Bestandteil der „päd-
agogischen Anthropologie“ (s.
d.), als A. des Menschen Gegen-
Stand des naturwiss. Unterrichts,
Andreae, 9. V. (1586-1654), päd.-
theo). Schriftsteller, spottet in
Seinem „Menippus Sive dialogo-
rum gatyricorum centuria“ (1618)
über die pedantisch-Scholastische
Weise des Unterrichts und ent-
wirſt in der „Rei publicae christi-
anopolitanae deseriptio“ (1613)
das ntopistische Bild eines neuen
Staates mit, Wwahrhaſt christlicher
und realistischer Erziehung.
Andreegen, Alfred (geb. 1886),
Leiter der Lietzschen Landerzie-
hungsheime (s. d.), Schloß Bie-
berstein, Erziehungsreformer. --
Schr. : D. dtsch. Aufgabe d. Land-
erziehungsheime, 24,
6 .„“ ..

iam rerum un emus Wem im and ide
Anlagen
Anfangsunterricht (erster Schul-
unterricht), erst Seit kurzer Zeit
in geiner ganzen Bedeutung er-
kannt, Soll heute nicht mehr nur
Re 'chnen, Schreiben und Legen
vermitteln, Sondern hat die Auf-
gabe einer allmählichen „Lnt-
jaltung der kindlichen Kräfte aus
dem Spiel- und Bew egungstrieb
zum Sittlichen Arbeitswillen“
(Richtlinien). Ausg; ing undGrund-
lage ist die besgere Kingicht in das
innere Leben des Sehnulanfängers:
die Labilität Seiner psychophysi-
Schen Natur, der diffusge, kom-
plexe und konkrete Ganzheits-
charakter Seiner Irlebnisse, der
Schr kleine Reflex- (und Span-
nungs)bogen, die spielende Funk-
tionsbetätigung ohne das Ziel ei-
ner abgeschlossenen Leistung, die
Trieb- und Gefühlsbedingtheit
Seiner Tätigkeit, dieſ ehlende Kin-
SiCht; in Jogische und kausgale Zu-
Sammenhänge usf, Der A. ist. des-
halb (mindestens während des
ersten Jlalbjahres) Gesamtunter-
richt (s. d.), der an diese Voraus-
Setzungen anknüpft, auf die kind-
liche Ümgebung eingeht, kinder-
fümlichen Ausdruck, Selbständige
Beobachtung und Betätigung,
Spiele und gemeinsame Veran-
Staltungen in den Dienst der Er-
zie