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Kautz, H.

Kargen, Fr.
ten die Pfarrschulen (8. d.), als
Stützen der lateinisch-christlichen
Bildung die Kloster- und Dom-
Schulen (3. d.) dienen. Letztere er-
führen eine wirkliche Nenbele-
bung und Hebung, jene blieben
meist bloße Forderungen. Den
Höhepunkt der kulturellen Be-
Strebungen K.s bildeten die Grün-
dung einer Palastsehute, die
Summlungen antiker und christ-
licher Kulturdenkmäler („erste
Renaisgance“), die Heranziehung
bedeutender Gelehrler (Alkuin,
Theodulf, Paulus Diakonus u.a.),
aber auch die Förderung der bo-
denständigen germanischen Kul-
tur und Sprache.
Karsen, Fr. (geb. 1885), Linheits-
(Gemeinschafts-) Schulpädagoge,
Direktor eines umfasgenden (aus
Kindergarten, erweiterter Volks-
Schule, Mittelschule und mehreren
höheren Schulen mit über 2000
Schülern bestehenden) Linheits-
Schulsystems in Neukölln.-Schr.:
Deutsche Versuchsschulen d. Ge-
genwart, 23; D. neuen Schulen in
Deutschland, 2.
Karstädt, 0. (geb. 1876), Ministc-
rialrat a. D., Prof. in Hannover,
Organisgator der Lehrerfortbil-
dung. - Sehr.: Neuauſbau d. Leh-
rerfortbildung 220; Method. Strö-
mungen d. Gegenwart !?30; Weg-
weiser für Lehrerfortbildung * 21.
Kaestner, P. (geb. 1376), Ministe-
rialdirektor in Berlin, Leiter der
[[. Unterrichtgabteilung (für das
Volksschulwegen) und der Abtei-
lung für Volkshochschulen, Mit-
arbeiter an der Umgestaltung des
Schulwegens. - Schr.: Schulver-


waltungsrecht, 16; Kraft u. Geist |
unserer deutschen Volkssehmule
? 28; Zur Frage d. Schulgliede-
rung, 25; Vom Wegen d. neueren
Lehrerbildung, 29.
Kaguistik (von lat. Fall), katho-
lische (jeguitische) Sammlung von
Regeln für die Entscheidung in
Gewisgensfällen; in der neueren
Wissenschaftgentwicklung induk-
tive Sammlung von Kinzelfällen
der Pathologie, Psychologie, Cha-
rakterologie u8w.
Katechetengehulen, 8. Mittelalter.
Katechismusunterricht (von greh.
unterweisen, lehren), ältester Be-
gtandteil des Religionsunterrichts
(frühchristliche Zeit), ursprüng-
lich ein Vorbereitungsunterricht
der Täuflinge (Seit etwa 200 1.
Chr. in den 809g. Katechumenaten
vermittelt), im Aſitlelalter neben
dem Lateinischen Hauptstück des
Schulunterrichts. Seit der tefor-
mation (jetzt auch unter diesem
Namen) hat der Katechismus den
heute in der evangelischen Kirche
bekannten Wortlaut und Um-
ſang. Bis zum Ausgange des 10.
Jhs. bestand der Religionsunter-
richt der niederen Schulen über-
wiegend in der Vermittlung dieser
kirchlichen Formeln. Seitdem
bricht Sich die Ansicht Bahn, die
Erzeugung einer ehristlichen Ge-
SUMNUNg SCI Wichtiger als die Text-
erlernung. So bleibt der KK. nur
mehr ein Nebenbestandteil des
religiögen Unterrichts. Der Grund-
Schule fällt die Behandlung des
Dekalogs und des Vaterunsers,
den weiterführenden Schulen der
übrige Teil