Mädechenschulwesen |
Stände eine etwas darüber hin- !
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ausgehendo Bildung zu vermit-
teln, ohne irgendwelche Berechti- :
zungen damit zu verbinden. Un- .-
ter dem Kinfluß der Frauenbewe-
qung (8. d.) wird gegen Ende des
19. Jhs. von Staatlicher Seite eine
Neuordnung des M.s angestrebt.
Preußen regelt 1894 erstmalig -
Lehrplan und Aufbau des höhe-
ren M.s und der Lehrerinnenbil-
dung, wobei als Normalform der
höheren Mädchenschule ein 0-
jähriger Lehrgang festgesetzt
wird. Diepreuß. Reform von 1908
macht die 10jährige höhere Mäd-
dentsche Bürgerschule, 1840; En-
chenschule (Seit 1912 „Lyzeum“)
zur Normalform und baut darauf
auf bzw. zweigt ab: höheres Leh-
rerinnengeminar (Oberlyzeum),
Studienanstalt (gymnasialer und
realgymnasialer Richtung) und
Frauenschule, Die ſtchtlimen (8.
d.) von 1925 ordnen das M. ein-
heitJich im Zusammenhang mit
den Knabenschulen. Seitdem gel-
ten für die einzelnen Formen der
Mädchenschulen „grundsätzlich
die Lehrziele und Lehraufgaben
der entsprechenden Knabenschu-

len“ (s. Höhere Schule). Grund- '
; ler; 2. Sechs- bis Siebenklassiger
form des höheren M.s (s. auch
Mittelschulen) ist Seither das Ly-
zeum mit Gjährigem, auf der
(irundschule aufbauendem Lehr-
vang. Es dient gleichzeitig als
mittlere Schule mit dem Abschluß :
der mittleren Reifo und als Unter-
hau der Vollanstalten. Auf das
Lyzeum Setzt Sich das 3jährige
Oberlyzeum (s. d.); nach der
dritten Klasse des Lyzeums zwei-
ven ab: die Studienanstalt (gym-
nagiale oder roalgymnastale Rich-
tung, 8. d.) und die Deutscho
Oberschule (s. d.). Allen höheren
Mädchenschulen gemeinsgam ist
der 3jährige Unterbau (Lyzeum
1.--3. Jahr) ohne Latein, Daneben

: Männlicher Protest
gibt es auch für Mädchen Aufbau-
Schulen (8. d.).
Mager, Karl(1810--1858), Begrün-
der der „Schulverfassungslehre“*
(auch „Schulverwaltungskunde“)
als einerTeilwissenschaft der Päd.,
die die erzieherischen Vorbedin-
ungen für den gesetzlichen Aut-
hau des Bildungswesens zu erfor-
Schen hat; kämpft gegen das
Staatliche Schulmonopol, das er
durch weitgehende Selbstverwal-
tung im Schulwesen unter Ober-
aufsicht der Provinzialgemernden
(in Form von Schulsynoden) er-
Setzt wissgen will. -- Sechr.: D.
| zyklopädie, 1846; D. Päd. Revue,
hrsg. 1840--1848. - L.: H. Zim-
mermann, M.s Gesellschafts- u.
ovSchulverfassungslehre, 12.
Maidenschulen, praktische Lehr-
lingsjahre an ländlichen wirt-
Schaftlichen Frauenschulen. 5.
Fachschulen.
Manie, 8. Geisteskrankheiten.
Mannheimer Schulsystem, diffe-
renziortes, nach den Begabungen
9 gestaffeltes Volksschulsystem mit
folgenden Lehrgängen: 1. acht-
klasSiger Zug für normale Schü-
Zug für untermittelmäßige; 3.
vierklassiger Zug für abnorm
Schwache Schüler; 4. Vorberei-
tungs- und Fremdsprachenklas-
Sen