Synthese
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Technise he Hochsechulen

Entwurt eineseimheitlichen Schul-
gegetzes, das jedoch nicht zur
Durchführung k am. -- 1,,: W. Sü-
vern, dJ. W. 8., 29.
Synthese (agreh. Zusgammenset-
zung), Gegensatz zu Analyse
(s. d.), Zus: unmenſügnng von ein-
zelnen Merkmalen, Teilen uSw.
zu einem einheitlichen, neuarti-
gen Ganzen („Schöpferische 8.“).
Nw nthetische (teile Sind bei ICant
(s. d.) Krweiterungsurteile oder
Solche Urteile, die „zu dem Be-
riff des Subjekts ein Prädikat
hinzutun, wele hes in jenem gar
nicht gedacht war“, in denen die
Verknüpfung von Subjekt und
Prädikat also ohne die Voraus-
Setzung der Identität geschieht. -
HTerbart (s, d.) nennt Synthetisch
einen Unterricht, bei dem „der
Lehrer Selbst unmittelbar die Zu-
Sammenstellung dessen bestimmt,
was gelehrt wird“, und in welchem
„die Zugammensetzung aus zuvor
einzeln vorliegenden Bestandtei-
Jen deutlich hervortritt“. Synthe-
LiSch 1st bei Ziller (s. d.) die zweite
Lormalstuſe (8. d.) des Unterrichts.
Synthetisehier Unterricht, 5. Svn-
these.
Synthetisches Urteil, 8. Synthoese,
SyStem des Bildungswesens. s.
Dentsches Schulwesen, Übersicht
(Anhang).
Tastginn, s. Empfindung,
Tätigkeit, s. Selbsttätigkoit.
Taubstummenerzichung, Die
Taubstummheit ist meist eine
durch Gehörausfälle entstandene
Stummheit und gegen die Hör-
Stummheit und die Aphasie (8. d.)
abzugrenzen, Die Hinleitung der
Paubstummen zur normalen
Sprechfähigkeit(Lautsprache) oder
zu einem die Lautsprache oer-
Setzenden VWersliändiqungssysten
(Schriftsprache, Gebärdenspra-
che) ist das beSondere Ziel der T',


Sie wurde Seit Beginn des 18. Jhs.
vereinzelt (Kerger, Raphel) aus-
geilbt, aber erst rund 100 Jahre
Später durch Gründung von 'Taub-
Stummenanstalten in breiterem
Maße verwirklicht. In Deutsch-
land gründete Samuel 1leinieke
1778 die erste Taubstummenan-
Stalt (Leipzig), der im 19. Jh. ähn-
liche Kinrichtungen folgten. Die
„Ausgestaltung der Methode der T.
und die Erkenntnis ihrer beson-
deren Ziele führte zu einer ra-
Schen Vervollkommnung der 'l.,
die jetzt im Deutschland durch
mehr als 70 Anstalten mit 800
Lehrern (bei rund 50000 Taub-
Stummen) gewährleistet wird.
veit 1924 ist den Taubstummen
eine Berufsausbildung (wenn nötig
auf öffentliche Kosten) gesichert.
Taubstumme Kinder unterliegen
vom 7. LJ]. ab dem Sehulzwang
(in den Tanbstummenanstalten),
fallsihre Sonstige Entwicklung an-
nähernd normal ist. - 1.: Hand-
buch des Taubstummenwesgens,
29.
'Lechnische Hochschulen, entstan-
den Seit etwa 1800, z. T. aus höhe-
ren technischen Fachschulen ; Sind
heute den Universitäten (s. d.)
Jeichgestellt (Reiſezeugnis, Pro-
motionsrecht, Reoktoratsverfas-
Sung) und dienen der Ausbildung
der Maschinen- und Baninge-
nieure, Architekten, Chemiker,
Hütteningenie