Vereinig. Schul-u. Kirchenamt 203
Hochschule angegliedert. Die
High Sehool weicht in ihrem Cha-
rakter wesgentlich von ungeren
höheren Schulen ab, da Sie mehr
praktischen Bedürſnissen dient
und dementsprechend von einer
relativ hohen Zahl der Bevölke-
rung besucht wird (bis 509%).
Vielfach besteht auch (im Falle
der Beschäfrigungslogigkeit) eine
Schulpflicht über das 14, 1,3. hin-
aus. Die Colleges Sind teils Selb-
Ständige Anstalten, teils mit, Uni-
vergitäten verbunden, die ihrer-
Seits die Absolvierung des College
voraussgetzen, in Organisation,
(iröße, Anforderungen aber über-
aus verschieden Sind. Die Mehr-
zahl der (700) /Toehschulen trägt
privaten bzw. Stiftungscharakter.
Auch Sie wollen (wie die High
Schools) einer breiten Bevölke-
rungsmenge dienen und haben
deshalb außer dem gewöhnlichen
Lehrbetrieb noch Sonder-, Brief-,
Abendkurse usw. Für alle Schu-
len ist kennzeichnend die starke
(iebundenheit an die Erforder-
nisse der Warklichkert und des
"Tages, anderergeits die Offenheit
gegenüber neuen Lehrmethoden
und das Bestreben, für die (Schr
häufigen) Prüfungen die Jilſs-
mittel der psychologischen For-
Schung (Tests) fruchtbar zu ma-
ehen. - L.: G. Kartzke, D. amert-
kanische Schulwesen, 28; K. 11yl-
ta, D. Schule d, Demokratie, 28.
Vereinigtes Schnul- und Kirchen-
amt, Verbindung des Schulamts
mit Kkirchendienstlichen Ver-
pflichtungen (Organisten-, Kan-
toren-, Küsterdienste), meist in
Landgemeinden, war eine ans den
mittelalterlichen Verhältnissen er-
wachsene Kinrichtung (kirchtli-
cher Charakter des Schulwesens).
Nach dem Volkschnllehrerbesol-
dunzsgesetz von 1928 18t in Preu-

Vererbung

Ben die organische Verbindung
zwisSchen Kirchen- und Schulamt
zu lögen. Die Übernahme der
Küsterdienste ist dem Lehrer ver-
boten, die Ansübung der Kan-
toren- und Organistentätigkeit
freigestellt.
Vererbung, Übertragung von Ei-
genschaften bzw. Dispositionen
(manifeste u. latente Merkmale)
von der elterlichen Generation auf
die Kinder, Die Gesamtheit der
(aus einzelnen Erbheinheiten, Ge-
nen zusammengesetzten) 1%yb-
masse wird als der eine Faktor(ne-
ben der Milieuwirkung, s. Milieu)
der kindlichen Entwicklung auf-
gefaßt. Die Größe und die Gesetz-
mäßiekeit der Erbeinflüsse ist Seit
dem Ende des 19. Jhs. Gegen-
Stand der V.sforschung. Durch
Mendel (s. d.) erstmalig in An-
eniff genommen, von (ialton,
Pearson u. a. auf den Menschen
ausgedehnt (Ahnenerbe-, Rück-
Schlagsgesetz), erfährt Sie indessen
erst in letzter Zeit einen breiteren
und exakten Ausbau. Besonders
fruchtbar erscheint Sie für das Ge-
biet der Jugendkunde, insbes. der
Begabungsforschung. Die korrela-
HhonsstatistiSchen Arbeiten versu-
chen zahlenmäßige Beziehungen
zwiSchen elterlicher und kindli-
cher Begabung herzustellen (Ter-
man, Dutt, Thomson); Alileu- <