Verfrühung-
Hartnacko, Naturgrenzen geisti- |
ger Bildung, 30.
Verfrühung der kindlichen Ent-
wicklung, d.h. ein die Norm über-
Steigendes Vorauseilen, häufig
eine konstitutionelle Schnellreiſe
des Körpers und des Geistes mit
teilweise zeitigem Entwicklungs-
abschluß, ebenso oft eine aus-
gchließlich“ psychigehe Vorweg-
nahme späterer Entwicklungs-
Stufen. Je nach der I; rScheinungs-
form ist zu unterscheiden: 1. eine
V, der tatSächlichen(körperlichen,
intellektuellen, gemütlichen) L.ei-
Stungsfähigkeit, im Extrem bei
809, Wunderkindern, in derlfaupt-
Sache auf Anlagefaktoren zuriück-
gehend; 2. eine vorzeitige Über-
nahme der erwachsenen Lebens-
form, mit 1. zugammen, aber
auch allein vorkommend, und in
diesem Falle fast immer Milieu-
wirkung (einziges Kind u. ä.). Sel-
ten ausbleibende Folge hiervon
ist die falsche Kinschätzung der
eigenen und der fremden TLei-
Stungsfähizkeit, und gelegentlich
Blasiertheit. Die K rziehung kann
die negativ zu bewertende „zweite
Form fast immer verhindern,
wird Sich jedoch im ersten Palle
auf die vorsichtige Vernhaltung
Schlechter Nebenwirkungen be-
Schränken mügsgen, - [,.: M,
Schorn, Zur Psychologie d. früh-
begabten Kindes, 18.
Verkehrsunterrlcht, bes, in den
(iroßstädten 3ich immer mehr als
notwendig erweisende und hbe-
hördlich "empfohlene Unterwei-
zung der Schulkinder mit dem
Ziel möglichster Kenntnis der aus
dem modernen Schnellverkehr
entstehenden Notwendigkeiten
und der wichtigsten Verke Irsvor-
Schriften,
Verzchuer, 0. v.,
chung.
3. Zwillingsfor-
204

Verguchsschulen
rem meim FENEN STENSENN

Vergefzung der Schüler, wird in
der Volksschule durch den Klas-
Senleiter, in mittleren und höhe-
ren Schulen von der Klassenkon-
ferenz unter Beachtung der Ge-
Sumtleistung des Schülers beschlos-
Sen. Als maßgebend für die Ver-
getzungsfähigkeit eines Schülers
80)1 im 1 allgemeinen die Möglich-
keit Seiner erfolgreichen Mitarbeit
in der nächsten Klasse gelten. -
1..: Metzner-Thiele, Vergetzungs-
u. Prüfungsbestimmungen, 28.
Vergstand, 3. Intellekt.
Verstehen, Methode der Geijstes-
wissenschaften (8. d.) und der
geistesw „Psychologie (8. d.), rich-
tet Sich auf geistige Strukturen (8.
d.) und damit 1. auf die FErlebnis-
wirklichkeit, anderer Menschen
und 2. auf die übergreifenden ge-
meinten Sinnzusammenhänge
(Werte usf.). In der Jugendkunde
dient das V. als Hilfsmittel zur
Erfasgung des kindlichen Seelen-
lebens; in der Didaktik bes. der
veisteswissenschaftlichen Fächer
tritt es als „kulturkundliches“
Prinzip hervor. 8. Kulturkunde,
Erklären. -- 1,.: W. Hchlmann, D.
Stellung d. V.Sind, geg. Päd., 31;
A. Stonner, D. pädagog. YV., 31.
Verguchsschulen, von der Reichs-
Schulkonferenz (1920) gefordert«
öffentliche Schnlen, die weit-
zehende Freiheit in bezug auf