TKrasmus
Krbgesundbeitspflege

Wissen als Knzyklopädis-
mus ab, --- L.: B, Wendt, Ideoc
u. Entwicklungsgesch. d. en-
zykl. Lit., 1941.
Krasmus, Degiderins von Rot-
terdam, eigentlich Gerhard Ger-
hards, * wahrgscheinlich 28. 10.
1469 Rotterdam, Y 12. 7. 1536
Bagel, einflußreichster Huma-
nist Seiner Zeit, war Schüler der
Fraterherren, Mönch u. Sprach-
gelehrter, Icbte in Doutschland,
Kngland, Frankreich und Ita-
lien, bekämpfte in bissiger Sa-
tire die Scholastik und die
kirchlichen Mißbräuche, ohne
gich der Reformation anzu-
gchließen, und erlangte durch
Seine Gelehrgamkeit auf dem
Gebiete der alten Sprachen und
durch gein glänzendes Sprach-
können bald Weltruf. Die Be-
deutung des XK. für die BErzie-
hungsgeschichte liegt in der
Ueberwindung des Sscholasgti-
gchen Schulideals durch eine
weltmännische und ſreigeistige
Bilduimg. Gleichzeitig jedoch
machte er diesc zur Angelegen-
heit einer unvölkischen Bil-
dungsaristokratie, bekämpfte
das Bodenstfändige und Natio-
nale vom Standpunkte geines
intellektuellen, ununivergalisti-
Schen und formalistischen Hu-
manismus aus und glitt in we-
gentlichen Punkten wieder in
die gcholastische Auffassung
zurück,
Schr.: De ratione Studi, 1512;
Colloquia puerilia, 1518; Briefe,
deutsch hg. von W. Köhler,
1938. -- 1.: J. Huizinga, E.,
deutsch 1928; O, Schottenloher,
K. im Ringen um die humani-
gtische Bildungsform, 1933.
Erbeharakterkunde, von G&G.
Pfahler begründete Wisgen-
gehaft mit dem Ziel, die Erbyer-
hältnisse des Charakters zu un-
tersuchen, Hiülfswissenschaft der
Rassenkunde. Sie untersucht die
Kernbestimmtheiten des Cha-
rakters, die „Grundfunktionen“
mitsamt ihren „„Volgecigen-
gehaften“ auf ihre Erblichkeit,
und zwar vorwiegend 1. die Auf-
fasgungsbestimmtheit und Be-
harrungskraft in bezug auf die
Reizverarbeitung (feste bis flie-
Bende Aufmerksamkeit, starke
bis Schwache Pergeveration),
2. die Gefühlsansprechbarkeit
(heiter, schwerblütig oder kühl)
und 3. die vitale LKnergie. Aus
demeigentümlichen Zusammen-
wirken der erblichen Verhal-
tensbereitschaften ergibt sich
eine Reihe von typischen Cha-
rakter- (Vemperaments-) Kigen-
Schaften, die z. T. zwangsläufig
und unabhängig von den Um-
weltbedingungen, z. T. nur in
angemessener Umwelt zur Aus-
prägung gelangen. Die KErbbe-
stimmtheiten durchgreifen den
Gesamtaufbau des Charakters,
aber 8ie entwickeln 8ich nur in
dauernder Augeinanderscetzung
mit der realen Umwelt. Sie 1as-
Sen der erzicherischen Kinwir-
kung einen bestimmten ,„,Spiel-
raum“ und bestimmen in die-
8cm vinne die obere und die un-
tere Grenze der tatsächlichen
Entwicklungsmöglichkeiten.
L.: G. Pfahler, Vererbung als
Schicksal, 1932; doers., Warum
Erziehung trotz Vererbung ?
1940*; B. Petermann, Das Pro-
blem der Rasgenscele, 1935;
ders., Wegensfragen gseelischen
vcins, 1938.
irbgesundheitspflege, Gesamt-
heit der Maßnahmen zur Erhal-
tung, Förderung und Vermeh-
rung der guten Erbanlagen eines
Volkes oder einer Rasse. Der

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