Vörderung
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Vorstliche Hochschule

erziehung für jugendliche oder
in der Ausbildung begriffene
Berufstätige. -> Amt für Berufs-
erziehung u. Betriebsführung in
der DAPYP., Arbeitsschulen, Be-
rufsgerzichungswerk,
Förderung der Besten und Tüch-
tigsten ist eine wichtige Aufgabe
der Staatsführung und insbes,
der Frzichungscinrichtungen.
Die Grundlage der PF, bildet im
Deutschen Reich heute nicht
mehr die geistige Begabung al-
lein, Sondern die Tüchtigkeit in
charakterlicher, leiblicher und
geisliger Hinsicht. Alle PVörde-
rungsmaßnahmen gind auf das
Ziel gerichtet, unabhängig von
den wirtschaftlichen Voraug-
getzungen jedem diejenige Bo-
rufsausbildung und Beruſfsaus-
übung zu ermöglichen, die ihm
auf Grund geiner Leistungs-
fähigkeit zukommt, und damit
die für das Volksganze beste
Gegamtleistung zu erzielen. Der
Vörderung dienen u. a. die Yör-
derungs- und Auslegemaßnah-«
men der NSDAP, und ihrer
Gliederungen, insbes. der HJ.,
godann der Reichsstudenten-
führung, die Anglese- und Pör-
derungsgrundsätze der Schule,
der Reichsberufswettkampf und
das Beogabtenfördorungsweork
des deutschen Volkes.
Vorensische Pädagogik (von lat,
forum == Markt, Gerichtswe-
gen), gerichtliche oder krimi-
nelle Pädagogik, -> Gefängnig-
erziehung, Jugendstrafrecht,
Jugendstraſvollzug, Kriminal-
pädagogik,
Pormate Bildung, Kräftebil-
dung, Verstandesbildung, Denk-
gelulung, Der Gebrauch des
Wortes f. B. entstammt der
Pädagogischen Bogriffswelt des
19. Jhs., vor allem der Nach-
KTA 94/8
folger Pestalozzis, des Neuhu-
manigmus und der Horbartia-
ner. V'. B. bedeutete hier im Ge-
gengsatz zur materialen Bildung
die Steigerung der scelischen
Kräfte unabhängig von dem In-
halt der Bildungsstoffe. In der
Gegenwart ist gelegentlich ver-
gucht worden, den Begriff mit
einem neuen Inhalt zu erfüllen
und als f. B. die Erziehung zu
einer leiblich-Seelischen Gesamb-
„Vorm“, zu einem Stil oder
einer Haltung zu verstehen.,
Pormalismus, kritische Bezeich-
nung für eine übertricbene Hin-
wendung zu äußeren Formen,
im Sprachunterricht zur gram-
matisch-logischen Behandlung,
in den geschbichtlichen Fächern
zur bloßen Aneignung Hhistori-
gcher Daten usw.
Pormalstufen, von Herbart ge-
forderte Stufen des Unterrichts,
wurden von T. Ziller fortgebil-
det und mit dieszem Namen be-
legt und von anderen Schülern
Herbarts in mannigfaltigen Ab-
änderungen verwendet (z. B.
von W. Rein als: Vorbereitung,
Darbietung, Verknüpfung, Zu-
gammenfasguimng und Anwen-
dung. Die PF. hatten das Ziel,
einen psychologischen Aufbau
des Lehrvorganges zu gewähr-
leisten, verfehlten aber später
durch die schematische Anwen-
dung auf jedes unterrichtliche
Gebiet ihren eigentlichen
Zweck.
L.: W. Rein, Pädagogik in
8ystematischer Darstellung III,
1912*; Th. Wiget, Die formalen
Stufen des Unterrichts, 191410,
Yorstliche Hochschule, Ausbil-
dungsstätte für den höheren
Staatlichen Porstverwaltungs-
dienst. Kine 1. H. besteht in
Kberswalde (Seit 1770). Weitere

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