Vrühreife
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Bühren

1844; Nachricht und Rechen-
gehaft von dem deutschen Kin-
dergarten, 1843; Ges. pädago-
gische Schriften, hg. von W.
Lange, 3 Bde., 1862/63; P'.s
Theorie des Spiels, Kleine päd-
agogische Texte, o. J.; Brief-
wechsel mit Kindern, hg. v. 17.
Hoffmann, 1940; Fr. PFr., der
Mensch, Denker und Krzicher,
Selbstzeugnisse, hg. v. G,. Palm,
1940. -- L.: J. Prüfer, Fr. IV.,
192732; Fr. Halfter, Fr. F., 1931;
ders., Vr, F., 1940; C. Lück, Fr.
PW. u. die Muihme Schmidt, 1929;
P. Goeldel, Fr. FV, als Vorkämp-
fer deutscher Leibeserzicehung,
1938; W. Döpcel, Fröbelstätten
in Thüringen, 1939; K. Scholz,
Vr.s Erzichungslehre, 1940; Fr,
V., Sonderheft der Int. Ztschr.
f. Krz., 1940; P. Petergen, Pr.
PV., 1942.
Frühreife, die anlagemäßig be-
gründete Beschleunigung des
körperlichen und geistigen Rei-
ſungsprozesses bei ICindern und
die zu frühzeitige Aufnahme
von Denk-, Verhaltens- und
Lebensformen der Erwachsenen.
Kin extremes Beispiel von JV.
bieten gewöhnlich die 80g. Wun-
derkinder. -+> Verfrühnng.
VPühren, einen Menschen oder
eine Gefolgschaft autoritativ
und verantwortlich leiten; im
nationalsozialistiechen Reich
verwirklichter Grundsatz für
das innere und äußere Leben in
Staab und Öffentlichkeit; Form
der politischen Wirklichkeits-
gestaltuing und zugleich der
Menschoenſormung. Die Moen-
gchenführung im Doutschen
Reiche ist gründsätzlich Auf-
gabe der NSDAP. (Anordnung
vom 28. 12. 1939).
PV. heißt nicht nur die Be-
fehlsgewalt ausüben, Sondern
vor allem die innere Zustim-
mung der Geführten gewinnen,
80 daß die führende Persönlich-
keit als die Verkörperung des
eigenen Wollens erscheint. Die
Gemeinschaftsform, in welcher
das F'. Seinen wirksamsten Aus-
druck findet, ist die -> Gefolg-
Schaft. In ihr verbinden sich der
Gestaltungswille und die Form-
kraft der Yührerpergönlichkeit,
diecautoritative Bindung der Ge-
führten an den Führer und das
Verantwortungsbewußtsein Jje-
des einzelnen Gefolgschaſftsglie-
des. VYührer und Gefolgschaft
bedingen einander.
PV. im echten Sinne ist immer
auch gleichbedeutend mit Er-
ziehen. Is faßt die Geführten
unter dem Leitbild des Führers
zusgammen und trägt zu ihrer
Prägung im Sinne einheitlicher
Typusformung bei. Es bringt
zugleich die Kinzelpersönlich-
keit zu ihrer höchsten Kraft-
entfaltung und legt ihr die ent-
Scheidendo Bindung eigener
Verantwortlichkeit auf. Die in-
dividualistische Pädagogik der
Vergangenheit sah in dem PF.
einen Gegensatz zum Jjugend-
lichen Wachstum, das Sich frei
entfalten müsse, und lchnte aus
diesecm Grunde nicht gelten Jje-
den Führungsanspruch in der
Erziehung ab. Im Gegensatz
hierzu glanbt die heutige Päd-
agogik nicht an ein „freies“
Wachstum, Sondern Siebt erst
in der gegenseitigen Ergänzung
von I. und Wachgenlassen we-
Senhafte Erziehung sich voll-
ziehen. -- Im letzten Sinne end-
lich beißt ff. gleichzeitig Vor-
deuten der gesamten geschicht-
lichen Welt. IKXs enthält das
Bekenntnis zu einer auch für
den Geführten gültigen Wert-

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