Geschlechtsunterschiede
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Gesinnungsunterricht

gind. Die beginnende Pubertät
zeigt bei den Jungen die typi-
gehen Frecheinungen der ->
Vlegeljahre mit dom hervor-
tretenden Kraftbewußtsein und
vielfach trotzigem Verbalten,
bei den Mädchen nach häufigen
StimmungsSschwankungen und
gelegentlichen Depressionen
Tränmereien und Schwärme-
reien, nicht gelten aber auch
eine betonte Nüchternheit und
Gedanklichkeit. Zu bes. klarer
Ausprägung gelangen die C(e-
gehlechtseigenarten jn der
Reifezeit (> dugendalter) und
der an gie anschließenden Zeit
der Verfestigung der perzön-
lichen Entwicklung. Die bei
beiden Gegchlechtern verschic-
denartigen Licbeserlebnisse, die
Andersartigkeit der Goefühls-
rhythmen und die Kigenart der
imhaltlichen VWertrichtungen
führen allmählich zu den zu-
künftigen Frnstaufgaben d«s
Lebens hin, münden beim Mäd-
ehen in die mütterlichen und
fravlichen Instinkie ein, wäh-
rend die geelische Knergie des
VJ imgen häufig noch weiterhin
zu einem wesentlichen "Toil
durch die beruflichen Aufgaben
voll in Anspruch genommen
wird.
Die inhaltlichen Verschieden-
heiten des Yrlebens bei beiden
Geschlechtern, die Untergchiede
des Kntwickluingstempos und
zuletzt die Andersartigkeit der
politieschen und der biologischen
Aufgaben bei dem Manno und
der Frau haben zu einer grund-
gützlichen Trennung der Ge-
geblechter in der öffentlichen
Erziehung (> Geschlechter-
trennung, Koedukation) und zu
einem nach Inhalt und WFir-
zicehungsziel verschiedenartigen
Aufbau des Schul- und Fr-
ziehungswegens für Jungen und
für Mädchen geführt (> Mäd-
chenerziehung). --1L.: 1%. Spran-
ger, Psychologie des Jugend-
alters, 194118; AM. Moers, Das
weibliche Seclenleben, 1941.
Geschmacksbildung, Bestand-
teil der künstlerischen Erzie-
hung. Kungterzichung,.
Geginnung, die das bewußte
Verhalten und Handeln eines
Menschen leitende innerc Dauer-
haltung, Die G. bildet die
Grundlage der persönlichen
Strebungen. Sie gehört dem an
Art und Erbe gebundenen
Persönlichkeitskern an, greift
aber durch alle Schichten des
persönlichen Lebens hindurch
und äußert 3ich in den bewußten
Stellungnahmen und dem gSitt-
Jichen Verhalten. Die Pflege
der G. ist eine wichtige er-
zicherigche Aufgabe. Sie hat
nur dort Krfolg, wo die art-«
mäßig begründete, charakter-
liche Anlage vorhanden isb;
gie kann zweierlei erreichen:
1. die VFrfüllung der Beele
mit großen Ideen und die
Kutzündung der Begeisterung
und des Wollens ſür das Große,
und 2, die Erprobung an klei-
nen, aus dem Leben erwach-
genen Aufgaben und Betäti
gungen. In diesgem Sinne ist
Gesinnungsbildung nicht nur
eine Aufgabe des Unterrichts,
gondern der gegamten FYrziv-
hung durch Kilternhaus, HJ.,
vehnule, Gliederungen und öf-
fſentliches Leben.
GeSinnmungsunterricht, Begriff
der Horbarigchen Pädagogik
für diejenigen Unterrichtsfächer
(wie Geschichte, Deutsch, Re-
Jigion), die der Gesinnungs-
bildung dienen, Da die gesamto

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