Goldschmicdeschulen
151 Grager

Weisheit“), beschränkender
Konzentrierung in der Drzie-
hung für den Beruf und
Schließlich mit einer Reha-
bilitiering des Handwerk-
lichen. „Allem Leben, allem
Pn, aller Kunst muß das
Handwerk vorausgehen, wel-
ches nur in der Beschränkung
erworben wird“, Die > „Päd-
agogische Provinz“ (in den Wan-
derjahren), der diese Anfüh-
rungen entsfammen, war das
wahrscheinlich durch > Vellen-
bergs Anstall angeregte Muster-
bild einer Erzichungsgemein-
schaſt, die in der Art der neu-
zeitlichen Hoimerzichung an die
VWamilie anknüpfte und unter
Beachtung der im Kinde an-
gelegten BHKigenbümlichkeiten
Gemeinschaftsleben, Unter-
richt und Arbeit (auch Hand-
arbeit) der Erziehung zur Sach-
lichkeit, Sitte, Zucht und Khr-
fürcht unterordnete, -- 1L.: 15.
Zeissig, G, als Erzieher und
To hrer, 1920; O. Nitschke, G.s
pädagogische Provinz, 1937;
B. voa Schirach, Gocthe in
unserer Zeit (in: Revolution der
TVYrzichung), 1939*.
Goldschmicedeschulen, Staatliche
Vachschilen zur vertieften
Vortbildung von Goldschmie-
den und Iiachleuten für Kdcl-
metallbearbeitung. Die G. set-
zen cine ahgeschlossene Meister-
Ichre voraus und umfassen zwei-
bis dreijährige Lehrgänge. G.
befinden Sich in Hanau und
Schwäbisch-Gmünd.
Grammatik - Sprachlehre.
Graphologie (griech. Lehre von
der Schrift), wissenschaftlich
bestausgebaufer "Toil der Aus-
drückskunde, hat die Charak-
tererfasgung auf Grund der
Handschriftendeutung zum
Zicl. Erst Seit dem LKnde des
19. Jhs. auf wissenschaftlicher
Grundlage betrichen (Langen-
bruch, Michon, Preyer), wurde
die G. durch 1.. Klages auf eine
umfſassende Charakterlchre ge-
gründet und in großzügiger
Weise ausgestaltet. Ihre heute
relativ Sicheren Kinsichten er-
geben sich aus der Auffassung
der Schrift als objektivierter
Bewegung und deren Unter-
suchung Hhinsichtlich Porm-
nivean (Klages), FKbenmaß,
Schnelligkeit, Wucht, Ergicbig-
keit, Spannmungsreichtum usf.
Innerhalb gewisser Grenzen
(mangelnde Beherrschung der
Schrift, Ungelenkigkeit) sind
auch Kinderschriften grapho-
logischer Deutung zugänglich
und bes. für die Yrkenntnis be-
Stimmter Hemmungen, Störun-
gen, Krregungszustände, Ucber-
anslrengung ü ä, Vverhältnis-
mäßig ergiebig,
Zwuschr.: Ztschr. für Men-
gchenkunde, Zentralblatt für G.
(Scib 1930). -- 1..;: 1. Klages,
Handschrift und GCharakter,
1941 20 u. 21; ML. Becker, G. der
Kinderschrift, 1930*?; Baner und
Mann, Die G. der Schülerhand«
gehrift, 1933.
GragSer, Johann Bapftist, * 11.7.
1766 Kltmann (Unterfranken),
T 28. 2. 1841 Bayreuth, kath.
Schulmann und Geistlicher,
Später durch scine Heirat aus
dem Amb ausgeschieden, war
zuerst Lehrer und Hrzicher, von
1804 bis 1812 Prof. der Philo-
gophie und Pädagogik in Lands-
hub und in der Volgezeit Schul-
verwaltungsbeamter in Bam-
berg und Bayreuth. G. förderte
unermüdlich das Volksschnul-
wesen und die Lehrerbildung
und vertrat ein System der

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