HWandarbeitsunterricht
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Handelsschulwegen

Angehöriger desselben bewährt.
>Mannschaftserziehung, Zucht,
--- 1,.: W. Hehlmann, Pergön-
lichkeit und H., 1940.
Handarbeitsunterricht, vorwie-
gend Nadelarbeitsunterricht,
verbindliches Unterrichtsfach
an Mädchenschulen, Seit dem
18. Ib. vielfach als „nützliche
Beschäftigung“ vor allem in den
Volksschulen auftretend, wurde
er um das Jahr 1830 allgemein
als wahlfreies Yach und nach
1870 in den Volksschulen ſür
Mädchen meist als Pflichtfach
eingeführt. Später wurde erauch
in mittleren und Zz. 1, in höheren
Schulen erteilt, u. bildet gegen-
wärtig als JIHauswerk einen
Unterrichtsgegenstand der
Volks, Beruſs-, Haupt-, Miticl-
und höheren Schulen (hanswirt-
liche Vorm) für Mädchen. Zuerst
aus reinen Nützlichkoitsgründen
gefordert (Stricken, Nähen, Aus-
bessern), hat er die Aufgabe er-
halten, die technischen und ge-
gtaltenden Kräfte des Mädchens
zu wecken und zu fördern, zu
einer gegunden Werkgesinnung
zu führen und „im Werkschaf-
fen deutsche Art und Labens-
form erkennen, pflegen und mit-
gestalten“ zu Ichren. „Der H.
erreicht Scin Ziel durch Ge-
etalten auf den verschiedenen
Gebieten seciner Werkweisen, die
Durchführung von Ausbesse-
rungs. und Instandsctzungsar-
beiten, die Werkstoff- u. Werk-
zeugkunde und die Werkbo-
trachtung“ (liz. u. Unt.,, 1938).
In den Städten wird er jm all-
gemeinen bes, geprüften Lchr-
kräften (technischen Lchrerin-
nen) übertragen, Gegamſschul-
verbände stellen hänfig cine
Vachlchrerin an, die den Hand-
arbeitgunfterricht in gämtlichen
Schulen, gegebenenfalls im Zu-
gammenhang mit einem anderen
Unterrichtsfach, z. B. IHaus-
haltungskunde erteilt. > Haus-
wirtschaft und Leibegübungen,
Lehrerinnen für den Unt, in
H. u. 1.
WHandelSshochschulen enistan-
den erst im 20. Jh. Sie dienen
der wissenschaftlichen Ausbil-
dung leitender kaufmännischer
Angestellter und Betriebsführer,
"Ureuhänder, Steuergachverstän-
diger, Bankfachleute, Bücher-
revisoren und Handelslehrer,
gelzen grundsätzlich die Reife-
prüfung einer Vollanstalt bzw.
Vachschulbeguch und Sonder-
reifeprüfung voraus und haben
Promotiongsrecht. Zu den H.
rechnen die Wirtschaftshoch-
schule Berlin (gegr. 1906), die
Hochschule für Welthandel in
Wien (gegr. 1898), die H. Kö-
nigsberg (1915), Leipzig (1898)
und Nürnberg (1919); außer
dem begilzen die Univergitäten
Trankfurt a, M. und Köln Wirt-
schafts- und Sozialwissenschaſt-
liche Vakultäten und die Uni-
versifäten Heidelberg und Mün-
chen wirtschaftswissenschaft-
liche Einrichtungen mit den
gleichen BPrüfungsbeſugnissen
(praktisecher Kaufmann, Di-
plomkaufſmann, Diplomhandcls-
Ichrer, Doktorprüfung).
Handelsschulwesen, entslanden
im wesentlichen in den ver-
gangenen hundert Jahren, um-
ſaßt außer den kaufmännischen
Pflichtberufsschulen Handels-
gchulen, höhere Handelsschulen
und HPHandelshochschulen, in
einigen "'Peilen des Reiches
auch -+ Wirtschaftsoberschulen
(Bayern, Sachsen, Württem-
berg, Sudetengau), teilweise
biecher auch GOberhandels-

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