Handelsschulwesen
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Handwerkergchulen

gcehulen (Baden), Handelsauf-
bauschulen (Nord- und Dlittel-
deutschland), Handelsrealschu-
Ien (Bayern), kaufmännische
Kurse oder Handelsakademien
(Ostmark) genannt. Das H.
wird häufig von Städten, Wirt-
gehaftsverbänden usf. getragen
und untersteht der staatlichen
Aufsicht. Ks dient der Berufs-
ausbildung oder Anusbildungs-
ergänzung für die kaufmänni-
Schen Berufe.
Die kaufmännische -> Be-
ruſsschule ist wie die übrigen
Berufsschnlen eine Pflichtschule
ſür kaufmännische Lehrlinge,
die neben der praktischen
Ausbildung hergeht, mit ge-
wöhnlich 4 bis 10 Wochen-
stunden Unterricht, und zwar
in Vachkunde, Geschäftskunde
und Reichskunde. Die Han-
delsschule rechnet demgegen-
über zu den Berufsfachschnulen.
Sie erteilt meistb ganztägigen
Unterricht (mit etwa 30 Wo-
chenstunden) und kommt in
ciner zweijährigen Form (Mittel-
Stufe) für Absolvonten des ach-
ten Schuljahres (Volks-, Mittel-
bzw. Haupt- und Obergechüler)
und einer einjährigen Form für
Jugendliche mitmittlerer Schul-
bildung (9 oder 10 Schuljahren)
vor. Die Schr zahlreichen Schu-
Ien werden großenteils von
Mädchen besucht. Die Absgol-
venten beider Schulgattungen
können nach Ablegung einer
> Sondorreiſeprüfung zum Stu-
dium der Wiirtgchaſtswissen-
schaſten an einer Hochschule
zugelassen werden, Die Lehr-
kräfte werden auf den Han-
delshochschuJen oder entbt-
gprechenden Fakultäten ausge-
bildet. Das Studium getzt eine
einjührige praktische kaufmän-
niseche und eine einjährige
unterrichtspraktische Tätigkeit
voraus und führt in Sechs Halb-
jahren zur Abschlußprüfung als
Diplomhandelslehrer, -> Han-
delshochschulen.
Ztschr.: Die Deutsche Be-
rufserziehung. Ausgabe B Kauf-
männisches Schulwegen, hg. von
der Reichsfachschaſt VI des
NSLB. (Seit 1933); Deutsche
Handelsschulwarte (Seit 1921);
Das Deutsche Gewerbliche Un-
terrichtswesen (scit 1911).
Handfertigkeitsunterricht, häu-
fig gebrauchter, ungenauer Aus-
druck ſür -> Handarbeitsunter-
richt, -> Handtätigkeit oder =
Werkunterricht.
Handtätigkeit, zusammenfas-
gende Bezeichnung für Kleb-
und Knetarbeiten, zeichnerische
und plastische Darstellungen,
leichtere Holz-, Papp- u. ä. Ar-
beiten innerhalb des Unter-
richts der allgemeinbildenden
Schulen. Ihre Anwendung ge-
Schicht im Gegengatz zum ->
Werkunterricht in allen PVä-
chern, die dazu geeignet er-
Scheinen. Die H. zielt nicht auf
werkliche Ausbildung 1. e. S9.
hin, Sondern goll durch Heran-
ziehen der Sclbsttätigkeit bes.
bei dem kleineren inde die
unterrichtliche Arbeit unter-
gtützen und bildet damit eine
wesentliche Hilfe des Anschau-
ungsunterrichts. -- 1L.: H.
Rösch, Der Handarbeitsunter-
richt in der Grundschule, 1941.
Wandwerkergehulen, staatliche
oder kommunale Fachschulen
zur Vertieften Ausbildung von
Handwerkern bzw. Kunsthand-
werkern in technischer, Wwirt-
gchaftlicher, gestalterischer und
nationalpolitischer Hingicht.
Die vom REKM, bes. ermächtig-
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