Hitler
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Hitler

deutsche Volk schon heute zum
Inbegriff eines neuen Mythos
und zum Urbild für alle spätere
erzicherische Wirksamkeit ge-
worden ist. Sein erzieherisches
Wollen und geine erzicherische
Leistung in ihrer Gesamtheit zu
würdigen, muß der Zukunft
vorbehalten bleiben. Hier kann
es Sich nur darum handeln, seine
Bedeutung als erzicherischen
Programmatiker kurz zu um-
reißen und auf die Verwirk-
lichung Seiner Absichten in der
nationalsozialistischen Bewe-
gung und im neuen Reich hin-
ZU WECISCH,
Seine Auffasgungen und Por-
derungen im Hinblick auf die
Erziehung legte H. außer im
Parteiprogramm (-> National-
80zia)isemus) in Scinem Hanpt-
werk „Mein Kampf“ 8o0wie in
zahlreichen Reden vor und nach
der Machtübernahme nieder.
Den Hauptfehler der vergange-
nen frzichung in Deutschland
Sicht er in der Vernachlässigung
des nationalen Denkens, dem
Vehlen des nationalen Stolzes
und dem mangelnden Verant-
wortungsbewußtscin. Unter-
würfigkeit Sci vielfach an die
Stelle ceharakterlicher ISraſft,
Vielwisserci an die Stelle von
Können, Wollen und Entschluß-
kraft getreten, Der Wert eines
Menschen sci nach der Menge
der angeeigneten fremdsprach-
lichen Kenntnisse beurteilt wor-
den. „Überbildung“ habe den
vinn für das Wesentliche, den
natürlichen Instinkt und die
Kraft des Wollens vernichtet.
volchen Auffassungen gegen-
über betrachtet H. es als die
erste Aufgabe der Bewegung,
die „geistige und willensmäßige
Kinheit unseres Volkes wieder
herzustellen“ und die gesamte
Erzichung auf die Ehrfurcht vor
der deutschen Vergangenheit
und die Verantwortung vor der
Zukunft des Volkes zu gründen.
Schon die Jugend mügse er-
zogen werden zum Idealismug
des höchsten LKingatzes für das
Ganze und zu dem Willen, eine
festgefügte Volksgemeinschaft
erstchen zu lassen. Allein durch
die Krzicehung der Menschen sei
cine vollkommene Neugestal-
tung des politischen u. kulturc]-
Jen Lebens möglich. Seit zwei-
einhalbtausend Jahren Seien
„mit ganz wenigen Ausnahmen
nahezu Sämtliche Revolutionen
geschbeitert, weil ilre Führer
nicht erkannt batten, daß das
Wesgentliche einer Revolution
nicht die Machtübernahme,
Sondern die Krzichung der Men-
Schen ist“ (Reichenhall, 1. 7.
1933).
Der erzicherische Bereich wird
nicht auf die Jugend oder gar
die Schule eingeschränkt, son-
dern grundsätzlich auf alle Ge-
biete des privaten und des
öffentlichen Lebens ausgedehnt.
Die Erzichung habe beim Kinde
zu begiuinen und müsse durch
alle Lebengsalter fortgeführt wer-
den. „„Von einer Schule wird in
Zukunft der junge Mann in die
andere gehoben werden; beim
Kinde beginnt es, und beim
alten Kämpfer der Bewegung
wird es enden. Keinersoll 8agen,
daß es für ihn eine Zeit gibt,
in der er g8ich ausschließlich
gelbst überlassen Sein kann“
(Parteitag 1935, Kundgebung
der HJ.). Ihre letzte Vollendung
erhalte die Erzichung im Wehr-
dienst, der „als Abschluß der
normalen Erziehung des durch-
schnittlichen Deutschen gelten
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