Höhero Schulen
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Höhere Schulen

ordnungen und hat dio Aufgabe,
gemeingam mit diegen, aber mit
den ihr eigentümlichen Mitteln,
an der Yrziehung der national-
gozinlistischen Menschen mitzu-
arbeiten. Sie erzicht im wesent-
lichen durch Unterricht, d. h.
nicht allein durch Wissensüber-
mittlung, 8ondern durch strenfge
Zucht des Geistes. Ihr Ziel ist
es, „Menschen zu erzichen, die
in echter Hingabe an Volk und
Yührer fähig Sind, ein deutsches
Leben zu führen, ihre geistigen
Kräfte zu entfalten und zur
höchsten Toistungsfähigkeit zu
entwickeln, damit 8ie an ihrer
Stelle die Aufgaben meistern,
die Devtschland gestellt gind“,
Die h. Sch, sollen denjenigen
Teil der deutschen Jugend er-
ziehen, der gpäter zur gelbsfän«
digen Lögung von Lebensauf-
gaben des deutschen Volkes
herangezogen werden kann. Sie
gind daher keine Standesschu-
Jen, sondern Schulen ſür die in
ceharakterlicher, leiblicher und
geistiger Hinszicht Püchtigsten
und TLeistungsfähigsten. Die
Auslesegrundsätze vom 27, 3.
1935 (mit, Lrgänzungen vom
5. 5. 1942) zwingen gie zu
dauernder strenger Prüfung ih-
rer Schüler und zu fortwähren-
der Ausscheidung der Untüch-
tigen. Durch Schulgeldermäßi-
gung und Preistellen stehen gie
auch den Kindern Minderbemit-
telter offen.
Die höhere Schulo isb für
Jungen und für Mädchen acht-
jährig und führt zur Reife.
Grundform ist die Oberschulo
für Jungen bzw. für Mädchen.
Sis kommt vor als grundstän-
dige Yorm (mit den Klassen 1
bis 8), die auf dem vierten Volks-
gechuljahr aufbaut, und als Auf-
bauform (mit den Klassen 3 bis
8), aufbauend auf dem sechsten
Schuljahr. Yür Jungen besteht
als Sonderform das Gymnasium
(nur in grundständiger 1Vorm).
Die Oberschule für Jungen ga-
belt zich auf der Obergstufe
(Classe 6 bis 8) in einen natur-
wigssenschaſtlich -mathematisch.
und einen sprachlichen Zweig,
die Oberschule für Mädchen ent-
aprechend in eine hauswirt-
gehaſtliche und eine sprachliche
Vorm, Die Aufbauschulen 80wioe
die Gymnagien gind nicht gega-
belt. Kine besondere Yorm der
h. Sch. bilden die Wirtschafis-
oherschnlen. Die Stundentafeln
aller Schulen enthalten in jeder
Klasse (mit Ausnahme der
Oberstufe der Mädchenanstal-
ten) fünf Stunden Leibesübun-
gen, 12 bis 15 Stunden deutsch-
kundlichen Unterricht (Deutsch,
Geschichte, Frdkunde, IKunst-
erziehung und Mugik), sodann
Mathematik und Naturwissen-
gchaften und VFremdsprachen,
Ks erteilen die Oberschulen für
Jungen Unterricht im Dngli-
gehen (Klagse 1 bis 8), in Latein
(K1. 3 bis 8) und im sprachlichen
Zweig in einer weiteren leben-
den Fremdsprache (1. 6 bis 8);
die Gymnagien Latein (KI. 1 bis
8), Griechisch (I1X1. 3 bis 8) nnd
Englisch (IK). 5 bis 8); die Ober-
gehulen für Mädchen Englisch
(KI. 1 bis 8) und im sprachlichen
Zweig Latein und eine lebende
Vremdsprache (eine verbind-
lich, die andere wahlfrei; 161, 6
bis 8). 1. J. 1939 bestanden
1752 h. Sch. für Jungen mit
626651 Schülern (darunter 190
Gymnasgien, 30 Oberschulen mit
Gymnasien, 1192 grundständige
Oberschulen, 109 Oberschulen
im Auſbauform und 2681 Zu-

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