Jugendleiterin
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Jugendpflege

Behichtlich-politiszchen Lebens
ergeben. Sie geht dabei aus von
der Auffasgung der Jugend als
einer eigenen Ordnung des
Volkslebens und von den Auf-
gaben, die die Jugend zu er-
ſüllen hat, sucht die Gesamt-
heit der jugendrechtlichen Re-
gelungen von diesgem Grundsatz
aus neu zu gestalten und insbes.
die notwendigen Volgerungen
für das Verhältnig von HJ.,
Schule, Staat und Klternhaus,
für Jugendschutz nnd -pflege,
für Jugendwohlfahrt und -für-
gorge daraus zu ziehen. -+ Ent-
wickhmung, Entwicklungspsy-
ehologie, Kleinkindes-, Schul-,
Jugendalter.
Ztschr. für pädagogische
Psychologie und J. (Seit 1900);
Ztschr. f. Kinderforschung, --
L.: O0. Tumlirz, Abriß der Ju-
gend- u. Charakterkunde, 1940;
Jaensch u. Hentze, Grundgesetze
der Jugendentwicklung, 1939,
Jugendleiterin, Kindergärtnerin
oder Hortnerin, die in einem
besonderen einjährigen Lehr-
gang an Sozialpädagogischen
Scminaren oder NSV.-Semi-
naren die Befähigung zur Lei-
tung von Kindergärten, Horten,
Kindertagesheimen usf. erwor-
ben hat, Die Voraussetzung zur
Aufnahme bildet gewöhnlich der
Nachweis einer dreijährigen Tä-
tigkeit als Kindergärtnerin oder
Hortneria.
Jugendlicher. Der Bogriff des
J. umfaßt 1, im erzieherischen
Sinne etwa die Zeit zwischen
dem 12. und dem 20. Lebens-
jahr, d. h. die Zeit der noch
nicht abgeschlossenen körper-
lichen und geelischen Reifs
(> Jugendalter); 2, im recht-
lichen Sinne die Zeit zwischen
dem 14. und dem 18. Lebens-
jahr. 18- bis 2l1jährige sind
Minderjährige.
Jugendmusgikschulen -> Musgik-
gehulen für Jugend und Volk.
Jugendpflege, früher meist
Staatlich geförderte Jugender-
ziehung außerhalb der Schule
und zum Unterschied von der
Jugendhilfe und Jugendfür-
Sorge gewöhnlich Betreuung der
gesamten Jugend ; gegenwärtig
fast allgemein dio fördernde und
vorgorgende „„Mitwirkung an
der Erzichmg der Jugend
durch bestimmte beauftragte
Stellen außerhalb von Eltern-
haus und Schule“ (Siebert). Sie
umfaßt damit die Gesamtheit
doer fördernden Maßnahmen im
Zusammenbhang mit der HJ.-
Vrzichnng, mit der beruflichen,
gesundheitlichen und körper-
lichen Ertüchtigung, das Heim-,
Horbergs- und Lagerwesen, die
Yörderung von Fahrten und
Wanderungen usf. Sie ist eine
Aufgabe des Jugendführers des
Deutschen Reiches, die durch
die zuständigen Staatlichen (De-
zernenten bei den Oberprägi-
denten bzw. Regierungen) und
gemeindlichen (z. B. HJ.-Sach-
bearbeiter) Stellen wahrgenom-
men wird. Im weiteren Sinne
kann zur JS. auch die -> Jugend-
hilfe (bzw. Jugendfürsorge),
d. h. die Hilfe für elternlose,
gefährdete oder geschädigte
Jugendliche gerechnet werden.
In Deutschland entstanden
Anfänge einer positiven J. im
Anschluß an die ->+ Jugend-
bewegung. So wurden in Preu-
ßen durch VO. vom 18.1. 1911
rechtliche Grundlagen für eine
J. geschaffen, die Sich vor allem
auf die schulentlassene Jugend
zwischen 14 und 20 Jahren er-
Streckte. Aufreichsecinheitlicher

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