Jugendpsychologie
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Jugendschriften

Grundlage wurdo die J. im
Jahre 1935 durch die Kin-
Sctzung begonderer staatlicher
Organe für J. geregelt. Bei den
Oberpräsidenten bzw. Regie-
rungspräsidenten wurden Do-
zernenten für J. und körperlicho
Erziehung eingesetzt. Sie wer-
den in ihrer Arbeit unterstützt
durch Bezirksjugendwartinnen
gowie in den einzelnen Stadt-«
und Tandkreisen durch Kreis-
jugendwarto und «wartinnen.
iwundsätzlich ist nach Erlaß
des Ges. über die HJ. (1936) Scit
dem Jahre 1937 der Jugend-
führer des Deutschen Reiches
für alle Vragen der J., des Ju-
gendherbergswegens, der Un-
fall- und Haftpflichtverziche-
rung usf. verantwortlich. -- 1..:
Handb. d. g. J. (Seit 1936); W.
viebert, Grundzüge des deut-
chen Jaugendrechts, 1941,
Jugendpsychologie > Jugend-
kunde.
Jugendrecht, die Gesamtheit
der die Jugend betreffenden
Rechtsgrundsätze und Rochts-
verhältnisse; in der früheren
Gesetzgebung in zahlreichen
Kinzelgesetzen und -bestim-
mungen verstreut niedergelegt
und in uneinheitlicher Weizo
teils vom Reich, teils von den
Ländern und den Gemeinden
geregelt.
Die nat.-80Zz. Nevordmimg be-
trachtet die Jugend als begon-
deren Teil der völkischen Tx-
bensordnungen und gucht gie
für ihre Aufgaben als Träger der
künftigen politischen Wirklich-
keit zu erziehen. Dementspre-
ehend bildet das J. „eine VYüh-
rungs- und Erzichungs-, Schutz-
und Pflegeordnung um derjeni-
gen Aufgaben willen, die der
Jugendliche in Volk und Staat
erfüllen muß und erfüllen wird“
(Siebert). Das J. kann von der
Aufgabe der Frzichung der Ju-
gend nicht abschen. Is ist zu-
gleich Jugenderzichungsrecht.
Nach Seinem Gesamtbereich
gliedert es Sich in das Jugend-
verfassumgsrecht, das die grund-
gülzliche Vestlegung der Stel-
lung der Jugend im Volksgan-
zen umfaßt, und eine Reihe von
Vinzelgebielen, zu denen das
Jugendschutzrecht, das Schul-
recht, das Jugendarbeitsrecht,
das Jugendpflegerecht und das
Jugendstrafrecht gehören. Die
Neuordnung des J.8 ist in cdini-
gen + Roichsgesetzen 80wie in
eimer Reihe von Frlassen usf.
angebahnt. Kine Gesamtrege-
Jung ist geplant. -- An einigen
Universitäten (z. BB. Breslanu,
Königsberg, Prag) bestchen Se-
minare für J.
1L.: Handb.d.g. J. (Scit 1936);
GU. Neeße, TritSätze für ein
deutsches J.,1938.-- Schriften-
reihen: Schriften zum 4J. (scit
1941); Bd. 1: W. Sicbort,
Grundzüge d. dt. J.s, 19412;
Denutsches J. (cit 1941), Hofti1:
R. Preisler u. a., Grundfragen
d. J.s, 1941.
Jugendschriften. Das Jugend-
buch entstand in der Haupt-
gache Seit dem Aufklärungszeit«
alter. Ks war meist belehrenden
bzw. moraligierenden Inhalts
und herrschte in dieser Vorm
vielfach bis zum Beginn des
20. Jhs. vor. Wesentliche 1Vör-
derungerfuührdas Jugendschriſft-
Lum durch J. H. Campo. Von
Seiten der Romantik und der
deutschen Volkstumsbewegung
(Grimm) wurde es durch Mär-
chen und volkstümliche VYrzäh-
Jungen auf eine urtümliche und
artgemäße Grundlage gestellt,

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