Arbeitsdienst
Arbeitsgemeingchaft

ihre Organe gowie durch die
Schul- und Vachschulerzichung.
-> Teistung.
Arbeitsdienst <> Reichgarbeits-
dienst,
Arbeitgerziehung vollzog sich
bis in die letzten Jahrhunderte
hinein fast ausschließlich in
der Berufsausbildung (z. B. der
Meisterlehre) und zumeist ohne
besondere FKinrichtungen und
Organe im Rahmen des ständi-
gchen Gegamtlcbens, Seit dem
17. Ih. jedoch wurden Versuche
gemacht, auch die Schule mit
der A. zu befassen, und zwar als
nützliche Beschäftigung, Vach-
erziehung und Reatlunterricht
in den Schulen des > Pietigmus,
als Handarbeit der verschiceden-
gten Art in den Philanthro-
pinen (Salzmann, Blasche, Heu-
ginger), als rationclle Kinder-
arbeit in den „„Arbeits- und
-> Industrieschulen“ des ausge-
henden 18. JIhs. u. a. m. Eine
bes. breits Wirkung ging von der
Arbeitsschulbewegung um die
Wende des 19. und 20. Jhs, aus.
Unter dor Nachwirkung Pesta-
lozzischer und besonders Fröbcl-
Scher Gedanken wurde der Wert
der Handtätigkeit betont (Bic-
dermann 1852, Schwab 1873)
und die Anlage von Schüler-
werkstätten gefördert (Dout-
gcher Verein für Knabenhand-
arbeit, 38. v. Schenkendorf,
Götze, Pabst u. a.). Die volun-
taristische und biologische Psy-
ehologie verlangte die Betonung
des Willensmüßigen, Im Zu-
gammenhang mit der Kunsft.-
erziehungsbe wegung trat die
Wertung der gchöpfſferischen
Kräfte und der pergzönlichen
Kigenart des Kindes in den Vor-
dergrund. Die deutlichste Aus-
prägung fand die Idee der A.
dann durch -+ Kerschensteiner,
der den bildenden Wert der
Handarbeit im Dienste der Be-
rufsbildung und der Kinfügung
in das Gemeinschaftsleben her-
vorhob,
In der Schulpädagogik wurde
der Begriff Arbeit oft fälschlich
zur Handarbeit eingeengt oder
aber als bloßes Vätigscin über-
haupt verstanden. Demgegen-
über Schen wir heute in der
Arbeit eine auf die Erzeugung
wertvoller Leistungen gerich-
tete, zuchtvolle und planmäßige
Tätigkeit, deren Wert um 80
größer ist, je mehr 8ie den Vor-
derungen des Volksganzen enb-
gpricht, und um 80 geringer, Je
mehr das Arbeitsergebnis dazu
im Widerspruch stcht. Die er-
zieherische Bedeutung der Ar-
beit Jiegt daher einmal in der
Möglichkeit eines verantwort-
lichen Tätigseins für die Be-
lange des Ganzen, und zum an-
deren in der Anspannung und
Schulung aller Kräfte des Wil-
lens und des YVerstandes. 50
gegchen jst die A. ein Wesent-
liches Mittel der Frzichung,
aber nihrer Anwendung keints-
wegs auf die Schule beschränkt.
Die wichtigsten Yormen der A.
gind heute neben der Beruſfs-
erziehung in der Meisterl-hre
der Arbeitsdienst, aber auch die
fördernde und zusätzliche Bo-
ruſfserzichung der DAF, der
Reichsberufswettkampf und die
Arbeitserziehung in der Schule.
-> Arbeitsunterricht, Arbeits-
gehule, Werkunterricht. -- 1..:
A. Riedler, Politische Arbeits-
Jebhre, 1937; J. Riedel, Grund-
ſragen der A., 19407,
Arbeitsgemeinschaft, eine vor-
übergehende odor dauernde
Vorm gemeinschaftlichen Zu-

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