Jugendversichorungshilfe
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Jugendwohlfahrtspflege

werden. Erzicherischen Zielen
dienen u. a. die Wahl der Hafſt-
form, die Arbeit, der Unter-
richt, die Leibesübungen, die
Gestaltung der Freizeit und des
Verkehrs mit der Außenwelt
und die Yürsorge nach der Ent-
Jassung. Vor allem wird eine
scharfſe Vrennung durchgeführt
von erblich minderwertigen
vtraffälligen mit geringer Bes-
Serungsaussicht und Solchen
Jugendlichen, die allem An-
gchein nach zu vollwertigen
Gliedern der Volksgemeinschaft
erzogen werden können. Zum
J. in einem weiteren Sinne ge-
hört geit dem Jahre 1940 auch
der Vollzug des -+ Jugend-
arrestes. Dieser erfolgt als Wo-
chenendkarzer in unvergitter-
ten Zimmern bei Wasser und
Brot und hartem Lager ohne
Boschäftigung, als Dauerarrest
in Zellen mit Matratzenlager
und cinfacher Kost unter plan-
mäßiger erzieherischer Kinfluß-
nahme durch Arbeit, Leibes-
übungen und Unterricht. ->
Gofängniserzichung.
Jugendvergicherungshilfe, deut-
gehe, dem Hauptamt für Volks-
wohlfahrt unterstellte Einrich-
tung, die mit den Ortsgruppen
der NSV. zusammenarbeitet
und die Kinder begabter, aber
unbemittelter Familien, die
Waisen von Opfern des Krieges,
der NS. Bewegung und der Ar-
beit durch Vergicherungsfür-
gorge wirtschaftlich zu fördern
und ihnen eine angemess8ene
Erziehung, Ausbildung, Lehre
oder Bxistenzgründung zu ge-
währleisten sucht. Die Auswahl
der zu fördernden Kinder ge-
Schicht nach erbbiologischen
und bevölkerungspolitischen
Gegichtspunkten.
Jugendwalter gind auf Grund
der Richtlinien vom 24. I0.
1934 der Schulleiter, der Schul-
jugendwalter der HJ. (bzw.
Vertrauenslehrer), 80wie die von
dem Sehulleiter für den Dienst
in der -+ Schnlgemeinde be-
rufenen (zwei bis fünf) Berater
aus dem Kreis der Eltern. Die
J. aus der Kiternschaft werden
zu Beginn des Schuljahres auf
ein Jahr bestellt. -- Die ->-
„Schuljugendwalter“ der
HJ., die gleichzeitig als „„Ver-
trauenslehrer“ vom Staat be-
rufen werden, stellen die Ver-
bindung zwischen Schule und
HJ. her. --- Die J. der DAY,
in den Gauen, Kreisen und Be-
trieben bearbeiten in enger Zu-
gammenarbeit mit der HJ. die
Yragen, die sich aus dem be-
trieblichen Arbeitsverhältnis
der Jugendlichen ergeben. -+
Jugendamt,
Jugendwart, Der Kreisjugend-
wart bzw. die Kreisjugend-
wartin ind ehrenamtlich tätige
Beauftragte des Staates zur
Unterstützung und Yörderung
der Jugenderzichung außerhalb
der Schule (- Jugendpflege).
vie beraten die Landräte und
Oberbürgermeister in allen Ju-
genderziehungsfragen. Die Be-
zirksjugendwartin isb eine
hauptamtlich tätige Angestellte
der Staatsverwaltung zur Un-
terstützung des Dezernenten
für Jugendpflege und körper-
liche Erziehung bei den Re-
gierungen,
Jugendwohlfahrtspflege, Teil-
aufgabe der allgemeinen Wohl-
fahrtspflege, zusammenfasgende
Bezeichnung für -+ Jugend-
pflege (Betreuung der gesamten
Jugend) und -+ Jugendfür-
gorge (für gefährdete bzw. ver-

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