Kinderlandverschickung
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Kinderpflege

tionskrankheiten wie Brech-
durchfall, Masgern, Röteln,
Scharlach, Diphtherie, Keuch-
husten und Windpocken, aber
anch Mangelkrankheiten wie
Rachitis (Mangel an Vitamin D),
kindlichen Skorbut oder Bar-
Jowsche Krankheit (Mangel an
Vitamin C) und schließlich eine
Reihe von Krkrankungen gechr
verschiedenen Charakters wie
exsudative und Iymphatische
Diathese, Neuropathie, spinale
Kinderlähmung und nichterb-
lichen Veitstanz (Chorea minor).
-> Gesundheitspflege.
Kinderlandverschickung, durch
die NSV. im Verein mit der HJ.
durchgeführte Kntsendung er-
holungsbedürftiger Kinder in
Heime oder Pamilienpflege-
Stellen; als erweiterte IS.
Scit dem Jahre 1940 durch-
geführte Maßnahme mit dem
Ziel, Kinder ans luftgefähr-
deten Gebicten Deutschlands
in Solche Teile des Reiches
zu vergenden, die feindlichen
Luſtangriffennichtodernur we-
nig ausgesetz.b Sind. Die Durch-
führung geschicht unter Lei-
tung dos Roichsleiters von Schi-
rach durch HJ., NxLB, und
NSV. Die Erziehung der ver-
Schickten Kinder erfolgt ge-
wöhnlich in bes. errichteten
Ligern unter Leitung bewähr-
ter Lagererzicher und Lager-
Ichrer des NSLB., unter DMit-
wirkung von HJ.-Vührern bzw.
BDM. -Yührerinnen und der
NSV. Die Lager verbinden mit
ausreichendem Unterricht eine
ausgedehnte Körperliche und
musische Krzichung. Das Ge-
meinschaftsleben unterliegt den
Bestimmungen der Jugend-
dienst-VO. vom 25. 3. 1939.
ber Aufklärung und Untor-
richtung der Kilternschaft die-
nen die Klternbriefe für die
erweiterte K.-- Ztschr,: Eltern-
briefe für die e. K.-- L.: Ztschr,
Schule und Volk, 1941, Heft 7.
Kindermann, Ferdinand, *27.12.
1740 (oder 1741) Königswalde b.
Schluckenau, f 25. 5. 1801 Leit-
meritz, kath. Geistlicher und
Gymnasgiallehrer in Prag, später
Bischof in Leitmeritz, leitete
geit dem Jahre 1778 das gesamte
Schulwesen Böhmens, Kr för-
derte das deutsche Volksschul-
wesen und verband mit den
Volksschulen Arbeits- oder >
Industrieschulen, in denen die
Kinder mit praktischen Arbei-
ten wie Spinnen, Stricken, Nä-
hen und anderen Arbeiten be-
schäftigt wurden. -- 1L.: A.
Schiel, J. v. Velbiger und FV. IS,
2 'Ple., 1902.
Kinderpflege, Schulen für
K.- und Hausghaltsgehilfin-
nen; von Staat, Gemeinden,
NSV., DAF. oder privaten Or-
ganigationen getragene Schulen,
in denen Junge Mädchen in ein-
bis eineinhalbjährigen Lhr-
gängen die HPlemente der
Kinder- und Hausbaltspflege
erlernen, Durch TFTirl. d.
RIAL vom 1. 2. 1939 wurden
für die Schulen für K. u. H.
neue Richtlinien erlassen. Hier-
nach goll die Neueinrichtung
grundsätzlich von öffentlichen
Schulträgern bzw. Gebietskör-
Perschaften vorgenommen wer-
den und an eine VIrauenfach-
Schule oder Hauswirtschaftliche
Berufsfachschule angegliedert
werden. Die Schulen sind ge-
wöhnlich mit Schülerinnen-
heimen verbunden, --- Im
Deutschen Reich bestchen
mehr als 50 Schulen für IC.
w H,
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