Kindorpsychologie
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Kirchen- u. Schulordnungen

Kinderpsychologie, Wisgen-
8chaft von der scelischen Figen-
art und Entwicklung des Kin-
des, in einzelnen AÄngätzen 8chon
im 18. Jb, (Tiedemann, Wezel,
Tetens) und im 19. Jh. (Kuß-
maul, Sigesmund u, a.), 8yste-
matigch aber erst gegen Ende
des 19. Jhs. in Angrifſgenommen
und bes. geit W. Preyers Werk
„Die Scele des Kindes“ (1881)
ausgebaut, dehnte ihren Auf-
gabenkreis bald zu einer um-
fasgenden Wigssgenschaft vom
Kinde aus, die nach Chrismans
Vorgang gelegentlich auch Pä-
dologie (Wissenschaft vom Kin-
de) genannt wurde, underzeugte
um die Jahrhundertwende eine
große Zahl von (meist experi-
mentellen) Einzelarbeiten. Ge-
genwärtig wird gie der - du-
gendkunde als Peilgebiet unter-
geordnet.
Kinderbeihilfen, Anusbildungs-
beihilfen als Teil des Familien-
Jastenausgleichs, werden aus
Mitteln ider Reichsfinanzver-
waltung auf Grund d. Yl. d.
Roichsfinanzministers v, 13. 3.
1942 gemeinschaſtswürdigen
deutschen Vamilien zur Vr-
leichterung der Ausbildung
Ihrer Kinder gewährt, In Frage
kommen kinderreiche Vamilien,
alleinstehende Frauen, Vami-
lien von Kriegsbeschädigten
oder Unterhaltsverpflichteten,
Vollwaisen usf. Die Ausbil-
dungsbeihilfe wird gewährt für
den Schulbesuch, und zwar von
Haupt-, mittleren, höheren,
Berufsfach» und Pachschulen,
Lehrerbildungsanstalten und
Hochschulen. Neben Vollbei-
hilfen Sind möglich: Beihilfen
für Schul-, Lehr- und Studien-
ebühren, für Lobenshaltungs-
osten, Vahrtkosten und Le-
bensmittelkosten. -- L.: H.
Hofmann, Was jeder Kinder-
reiche wissen muß, 19364,
Kinderschutz besteht u. a, im
Verbot gewerblicher -+ Kinder-
arbeit, in den Maßnahmen zur
Bewahrung der Jugend vor >
Schund- und Schmutzschriften
(Landcsjugendämter, Prüfstel-
len) und in der Fürgorgetätig-
keit der Wohlfahrtsbehörden,
-> Jugendschntz.
Kindertagesstätten, zusammen-
fassende Bezeichnung für Iin-
dergärten, Erntekindergärten u.
Horte. Die K. dienen der Er-
gänzung oder dem Ergatz der
Vamilienerziehung, insbes. der
Yörderung der körperlichen, gei-
Btigen und geeclischen Entwick-
lung der Kinder, Die Kindor-
gürten und Horte gind teils pri-
vate, teils kommunale oder von
der NSV. getragene Einrichtun-
gen. Träger der Land- u. Ernte-
kindergärten ist die NSV. Zum
Zwecke der besonderen Betreu-
ung der XK. besteht im Haupt-
umt für Volkswohlfahrt cin
Referat „IK“. Zur Veberwa-
chung und Zugammenfasgung
der Arbeiten in den XK, gind in
den Gauen und Kreisen Refe-
rentinnen für IK. eingesectzt. >
Kindergärten, Kinderhorte.
Kindegalter->Kleinkindegalter,
Schulalter.
Kino -+ Yilm.
Kirchenamt -> Vereinigtes Kir-
chen- und Schulamt,
Kircehen- und Schulordnungen,
Scit dem Ausgange des MA.8
wurden in zunehmendem Maße
örtliche 1C.- u. Sch. erlassen, dio
teil weigs Kirchengesetzlichen,
geit der Reformation aber im-
mer mehr landesgegetzlichen
Charakter trugen und einen
wichtigen Schritt auf dem Wege

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