Klassenointeilung
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Kleinkindesalter

Klasgeneintellungungerer Schul-
Bysteme hat gich erst im Laufe
der letzten Jahrhunderte nach
und nach zu der jetzigen
Vorm entwickelt. Schon im
MA. wurden größere Schulen
gelegentlich in verschiedene
„Haufen“ oder Klaggen einge-
teilt, die jedoch meist in einem
Raum unterrichtet wurden. Mit
der Zunahme der FVFächerzahl
geit dem 17, Jh. ging man häu-
fig zu einer Art PYachklassen-
Bystem über, in welchem der
Schüler in jedem Fach einer an-
deren Leistungsgruppe angehö-
ren konnte. Die allgemeine
Durchsetzung des Jahresklas-
gensystems in höheren und
Volksschulen ist im wegent-
Jichen erst ein Ergebnis des
19. Jhs. Gegenwärtig haben im
Deutschen Reich die Volks-
gehulen 1 bis 8 (mit Anufbau-
zügen 10) Klassen, die Haupt-
schulen 4, die Mittelschulen 6,
die Aufbauzüge 4, die Zubringe-
gehulen 2 bis 5, die höheren
Schulen in grundständiger
VYorm 8, in Aufbauform 6
Jahresklassgen, Auch in mittle-
ren und höheren Schulen kön-
nen bei geringerer Schülerzahl
einzelne Klassen zusammenge-
Jegt werden.
KlasSsenlehrersystem, die Vrtei-
lung des gegamten Unterrichts
in einer Klasse durch die gleiche
Lehrkraft, In den höheren
Schulen, z. 'l. auch auf der
Oberstufe der Volksschulen,
wurde das K. hauptsächlich
geit dem Ausgange des Anf-
klärungszeitalters ersctzt durch
das > Yachlehrersystem. Ilier
heißt Klassenlchrer derjenige
Lehrer, dem die besondere
Yührung der Klasse über-
tragen ist,
Klaggisches Altertum ->+ Grie-
chenland, Rom.
Kleinkinderschulten, in manchen
Gegenden gleichbedeutend mit
-+ Kindergärten, i. e. S. jedoch
Schulen für drei- bis gechs-
jährige Kinder, wie 8ic im Aus-
lande, z. B. in England oder
Italien, häufig ind. Sie unter-
geheiden 8ich von den deutschen
Kindergärten meist durch eine
8iärkere Betonung des Lern-
und Leistungscharakters, ohne
jedoch das Spiel und die kinder-
tümliche Arbeitsweige vermig-
gen zu Jassen.
Kleinkindegalter, die Zeit zwi-
schen dem Säuglings- und dem
Schulalter, gewöhnlich zwischen
dem 2. und dem 6, Lebensjahr,
Die KLigenarten des IC.8 wurden
gchon von Rousscau und später
vor allem von Fröbel beachtet,
aber erst Seit etwa 1850 systc-
matisch erforscht, zuerst von
Aerzten, dann auch von Psy-
chologen und Frzichern (>
Kinderpsycbologie). Körper-
lich ist das K. gekennzeichnet
durch gschnelleres Wachstum,
größere Labilität des Organis-
mus, eigenartige (von denen des
Erwachsenen erheblich abwei
chende) Größenverhältnisse der
Körpermaße, größere Streuung
der individuellen Entwicklung
und andersartige endokrine Se-
kretion. Teils durch die körper-
liche Entwicklung bedingt, teils
anch ohne diese verständlich
gind die Figentümlichkeiten der
kindlichen Wriebnisformen:
die Verbundenheit von An-
gehauung u. Affekt, von Wahr-
nehmungen unter sich, die Ver-
mischung der Wiöirklichkeits-
Sphären, die Gestalthaftigkeit
und der psysSiognomische Cha-
rakter der Brlebnisse (Kroh),

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