Konfession
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Konstitutionglehre

kolonialen Gedanken zu erhär-
ten und ihr eine klare und ein-
deutige Haltung in der Kolonial-
frage anzuerziehen. Der Unter-
richt soll den Wertder deutschen
Schutzgebiete zeigen und das
kolonialpolitigche Wollen der
NSDAP. im Zusammenhang mit
den weltanschaulichen Grund-
Jagen der Bewegung klären.
Die koloniale Arbeit der Schule
geschicht in enger Zusammen-
arbeit mit dem Reichskolonial-
bund e. V., der 1936 gegründet
wurde und die Aufgaben aller
bis dahin vorhandenen kolo-
nialen Verbände übernommen
hat. Kine periodische Zugam-
menstellung des nationalsozia-
listizchen Kolonialschrifttums
erfolgt in der NS.-Bibliographie,
L.: A. v. Duisburg, Wer will
in die 14.?, 1938; Koloniale
Vortrags- und Leschefte, hg. im
Auftrage des NSLB. v. Hartleb
und Pctersen, 1938ff.; W. Puls,
Der koloniale Gedanke im Un-
terricht, der Volksschule, 1938;
EK. G. Jacob, Dokumente der
deutgchen Kolonialpolitik, 1938;
H. "l. Becker, Die Kolonial-
politikdergroßen Mächte, 1939;
H. Schnes, D. dt. K., 16.---20.
'Psd., 1941.
Kontession
gelle,
Konrektor, ständiger Vertreter
des Leiters einer Volksschule
mit mindostens 14 planmäßigen
Schulstellen,
Konserventeehnikum, Fach-
gchule zur Ausbildung leitender
Angestoellter in IKongerven-
fabriken. Das KX. getzt den
Abschluß ciner mittleren Schule
oder eine zwei- bis dreijährige
kanfmännigche bzw. berufliche
Lehrzeit voraus. Der Studien-
gang dauert ein Jahr, Er
-> Bekenntnis-
gehließt mit der Prüfung für
Kongervenpraktikanten ab.
Nach weiterer zweijähriger
praktischer Tätigkeit erfolgt die
Ernennung zum geprüften,
Staatlich anerkannten Konger-
ventechniker. Ein K. befindet
gich in Braunschweig.
Konstitution (lat. Anordnung,
Verfasgung), Körperverfassung;
die Gegsamtheit der Spezifischen
Dispositionen eines Organismus
in Hingicht auf 8eine Leistungs-
und Krankheitsbereitschaft und
Seine Ansprechbarkeit auf Um-
weltreize. Die K. hängt zu
einem entscheidenden Teil mit
innersekretorischen Vorgängen
zusgammen und prägt Sich eben-
80 in bestimmten -> Körper-
bautypen, in KLigentümlichkei-
ten des Bewegungslebens und
des Verhaltens als auch in
eigenartigen Temperaments-
und Gefühlsdispositionen aus.
Die Wissenschaft von der KX.
iSt die > K.8-Lehre.
Konstitutionslehre, anch Kon-
stitutionsforschung oder -Wwis-
genschaft, heißt diejenige wis-
genschaftliche Disziplin, die die
Erforschung der menschlichen
-> Konstitution und ihrer typi-
gchen Ausprägungen in bezug
auf Körperbau, Krankheits-
bereitschaften und Seelenleben
zum Ziel hat. Die K. erhielt
wegentliche Anregungen von
Seiten der Psychiatrie, z. B. von
H. Hoffmann und vor allem
durch die Arbeiten des 'Tü-
binger und später Marburger
Psychiaters KErnst Kretschmer
(* 1888) und geiner Mitarbeiter
über den Zusammenhang zwi-
schen Körperbau und Charak-
ter. Im Gegensatz zu älteren
Auffassungen betrachtet die
neuere KX. die Konstitution ast

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