Kunsterzicehung
244
Kunsthochschulen

wegenhaften Ausdrucksformen
des völkischen Lebens. Die IS.
hat daher die Aufgabe, jeden
Volkgangehörigen an das künst-
Jerische Leben heranzuführen
und ihn zur inneren Veilnahme
daran zu erziehen. Die Grund-
Jage dafür bilden die raggisch be-
dingte gseclische Gleichgeartet-
heit und die Yähigkeit, auf
künstlerische Inhalte in ähn-
licher Weise anzusprechen. Die
Aufgabe der Kulturpolitik
ist es zunächst, artwidrige und
zergetzende Einflüsse zu besei-
tigen u. dasjenige im Volke ver-
wurzelte Kunstschafſen zu för-
dern, das die eigene Art zu mög-
lichst ungebrochenem küngtle-
rischem Ausdruck gelangen läßt.
Die Leitung dieser Wirkzamkeit
liegt in den Händen der +
Reichskulturkammer und den
ihr unterstehenden Organisa-
tionen. Auf dieser Voraus-
getzung baut die eigentliche
XK. auf, die das Volk zur inneren
PTeilnalime am Kkünztlerischen
Leben, zur Unterscheidung von
Kehtem und Unechtem und von
Artgemäßem und Artwidrigem
führen Soll. Sie erschließt damit
eine wegentliche Seite des völki-
gehen Kulturwillens eingschl,.
geiner mannigfaltigen Aus-«
drucksformen. Die IX. in diesem
Sinne gehört zu den Aufgaben
der NSDAP., ihrer Gliederungen
und Verbände, gsodann aber der
volkserzieherischen Kinrichtun-
gen und Kulturbereiche aller
Art wie Muscen, Büchereien,
Volksbildungswerk, Theater,
Vilm, Presse, Funk usf.
Die K. der Jugend liegt in
den Händen der Schule und
der HJ. Beide guchen das
künstlerisgche Kmpfinden be-
reits des Kindes und des Ju-
gendlichen zu wecken, knüpfen
an den bildnerischen Betäti-
gungsdrang an und steigern die
zeichnerigsche, werkliche, 8prach-
liche und mugikalische Aus-
druckskraft. Ihr Ziel ist nicht
die Ausbildung von ausübenden
Künzstlern, gondern die An-
bahnung eines Lmpfindens für
die Werke unserer Meister und
für das Wegen deutscher Kunst.
In der Schule dient dieser Auf-
gabe nicht allein das Zeichnen,
Werken und die IKunstbetrach-
tung, gondern auch der Unter-
richt in anderen Yächern. Das
besgondere Fach der K,. erfüllt
geine Aufgabe „durch das freie
Geatalten im Zeichnen, Malen,
Werkarbeit, durch das gebun-
dene Zeichnen, durch Schrift-
gestaltung 80wie durch die
Kunstbetrachtung, Diese in den
Stofſplänen getrennt auſgeführ-
ten Arbeitsgebiete bilden im
Unterricht eine Linheit“ (rz.
u. Unt., 1938).
Ztschr.: Kunst und Jugend,
hg. v» NSLB. -- L.: A. Licht-
wark, Die Grundlagen küngt-
Jerigeecher Bildung, 3 Bde.,
1901/1905; L. TPallat, Ergeb-
nisge und Anregungen der
K.3-Tage, 1929; A. Rosenberg,
Blut und Ehre, 19358; G. Scho-
rer, Deontsche Kungtbetrach-
tung, 1939; A. Drezler, Deutsche
Kunst und entartete „Kunzt“,
19388; P. Schultze-Naumburg,
Kunst und Rasse, 19393; W.
Willrich, Säuberung des ICunst-
temprls, 1938.
Kunstgewerbe- u. Handwerker-
gehnßten, in Preußen seit 1934 >
Handwerkerschulen. -> Meister-
gehntend.deutschen Handwerks,
Kunsthochschuten, Hochschu-
Jen der bildenden ISunst,
die teils der Ausbildung aus-

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.