Landdienst der HJ.
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Landesmugikschulen

Landdienst der HJ,, 8eit dem
Jahre 1934 aufgebautes Frzie-
hungswerk der RJY. mit dem
Ziel, die deutsche Jugend dem
Bauerntum als dem völkischen
Lebensque)] zuzuführen, zu ei-
nem "Peil für den praktischen
Kingatz in der Landwirtschaft
zu gewinnen, und einer Auglese
von Tüchtigen die Möglichkeit
zu geben, gich auf eigenem
Grund und Boden als Neu-
bauern eine Existenz zu schaf-
ſen. Die Jugend soll wenigstens
ein Jahr Dienst auf dem Lande
Jeisten. Der Kingatz erfolgt in
Yorm einer geschlossenen Be-
tricbsgruppeoe in größeren land-
wirtschaſtlichen Betrieben oder
a]s Dorfgruppe unter Aufteilung
der Gruppenmitglieder bei ein-
zelnen Bauern. Gewöhnlich ist
die Landdienstgruppe in einem
besonderenHeim untergebracht,
Sie besteht aus mindestens zehn
Jungen oder Mädeln unter
einem FVührer oder einer Führe-
rin. 5 bis 15 Gruppen bilden
eine Landdienstgefolgschaft.
Für die Aufnahme in den 1..
kommen Jungen zwischen 14
und 18 und Mädchen zwischen
14 und 21 Jahren in Frage. Die
goziale Betreunng erfolgt durch
den Reichsnährstand. Im Jahre
1939 wurden rund 50000 Ju-
gendliche vom L. erfaßt. Trä-
gerin des L.es ist die RJY., die
mit Unterstützung der Arbeits-
ämter die Werbung, die Durch-
führung und den KLingatz regelt.
Die Teilnahme am L. is6t ſrei-
willig.
Landerzichungsheime, Hoeim-
gchulen auf dem Lande, die
nicht nur Unterrichtsanstalten
gein wollen, sondern die Krzie-
hung in leiblicher, charakter-
licher und geistiger Hingicht
zum Ziele haben, Seit 1941 dem
Inspekteur der Deutschen ->
Heimschulen unterstellt. L.wur-
den zuerst 1898 von Hermann -y>-
Lietz als Vorläufer einer geplan-
ten deutschen Nationalerzie-
hung gegründet. Gegenüber
dem damaligen Schulbetrieb
betonten sie die körperliche Er-
ziehung durch Sport, Land-
arbeit, Werkerziehung, das
Kameradschafts- und Gemein-
gchaftsleben mit gemeinsamen
Yeierstunden, Mahlzeiten und
Arbeitsgemeinschaften, die
Selbständigkeit der Selbstver-
waltung durch die Schüler, die
künstlerische Erziehung u.a.m.
Die Deutschen L. von Lietz be-
Stehen noch heute und bilden
eine vwbiftung, die u. 4a. die 1.
Biecberstein (Rhön), Buchenau,
Kttersburg b. Weimar, Hau-
binda und das Waisenhaus
Veckenstedt umfaßt. Sie sind
private Schulen, die nach dem
Lehrplan der Oberschule arbei-
ten und die Reifeprüfung abneh-
men. Mehrere weitere Heime
baben mit den Deutschen L.n
der Lietz-Stiftung keinen Zu-
gammenhang. Manche frucht-
baren Anregungen der L. gind
inzwischen Allgemeingut der
deutschen Schule geworden. --
L.: Das L., bg. von A. Andree-
gen, 1926.
Landesmusgikschulen, staatlich
anerkannte Musikschulen, die
der beruflichen Ausbildung des
künstlerischen Nachwuchges in
allen Yächern der Musik, gleich-
zeitig aber auch der FYörderung
der Haus- u. Volksmugik dienen.
Die Aufnahme setzt ein Min-
destalter von 16 Jahren, aus-
reichende mugikalische Bega-
bung und Ausbildung und eine
genügende allgemeine Schulbil-

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