Landflucht
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Landjahr

dung voraus. Die Aufnahme-
prüfungen sowie die Entlasgun-
gen werden halbjährlich vorge-
nommen, Die Studiendaner ist
je nach den gewählten Studien-
zielen verschieden und wird ge-
gebenenfalls im Rahmen der
staatlichen Prüfungsbegtim-
mungen durch staatliche Prü-
fungen abgeschlossen. Eine LL.
bestceht u. a, in Lübeck,
Landflucht -+ Bauerntum, deut-
gches, Großstadt,
Landſranensgehulen, früher Mai-
denschulen, dann Bäöänerliche
Vrauenschulen genannt, gind
einklass;ige Berufsfachschnlen
zur Ausbildung der Bäuerinnen
und Landfrauen. Sie bauen auf
der Berufsschule auf, vermitteln
die grundlegenden haus- und
Jandwirtschaſtlichen Kenntnisse
und PVertigkeiten und wollen
zum Verständnis für die Auf-
gaben der Bäuerin in Wirt-
gehaft, Familie u. Volksgemein-
gchaft erziehen. Für Mädchen,
die Hanshaltspflegerin oder Loh-
rerin der landwirtschaftlichen
Haugsghaltungskunde werden
wollen, besteht noch ein weite-
rer einjähriger, mit einer Staats3-
prüfung abschließender Lehr-
gang, dessen Ziel die Heran-
bildung der Schülerinnen zur
gelbständigen Führung eines
ländlichen Hauswesens ist, Für
die KBinrichtung von 1. wurden
durch Vrl. d. REM. vom 10.
6. 1935 und vom 3. 12. 1937
einheitliche Richtlinien geschaf-
fen. 1. J. 1937 bestanden rund
70 1. vorwiegend in Land- und
Kleinstädten. Träger der 1. ist
der Roichsnährstand. Die Leh-
rerinnen an 1, (Lehrerinnen der
Jandwirtschaftlichen Haughal-
tungskunde) erhalten ihre Aus-
bildung nach einer zweijährigen
praktischen Lehrzeit und einem
zweijährigen Besuch einer L.
in einem zweijährigen Lehrgang
an Lehrerinnenbildungsanstal-
ten, die mit den LL. verbunden
gind, gemäß den reichgeinheit«
lichen Bestimmungen vom 10.5,
1935. -- 1,,: Erziehung und Un-
terricht in den land wirtschaſt-
lichen Berufs- und Fachschulen,
hg. vom RIZJM., 1940.
Landheim -+ Schullandheim.
Landjahr, i. 3. 1934 von Prou-
Ben, Sachsen, Braunschweig,
Bremen, Württemberg, scit, 1935
im Saarland und seit 1939 im
Sudetengau eingeführte Maß-
nahme mit der Aufgabe, die
gchulentlassene Jugend in einem
einjährigen Lehrgang auf dem
Lande zugammenzuſfassen,
»„Durch zuchtvolle und geistig
wie körperlich in gleicher Weiso
vom praktischen Leben und
vom Volkstum der Gegenwart
her bestimmte Gemeinschafts-
erziehung auf dem Lande goll
die politigch und gesundheitlich
gefährdete Großstadtjugend bei
bäuerlicher und volkssportlicher
Arbeit erstarken und zu Kkraft-
vollem Kämpfertum des Dritten
Reiches erzogen werden“ (preuß,
Ges. vom 29. 3. 1934). Land-
jahrpflichtig gind grundsätzlich
alle Kinder nach Erfüllung der
Volksschulpflicht. Alljährlich
wird jedoch nur eine begrenzte
Zahl einberufen. Die Auslese
der Teilnehmer erfolgt auf
Grund erbgesundheitlicher und
ceharakterlicher Gesichtspunkte,
Kinder aus kinderreichen PFa-
milien 80wie aus gegundheitlich
oder politisch gefährdeter Unm-
gebung werden bevorzugt.
Das L. dauert vom Apri] bis
zum Dezember eines jeden Jah-
res. Die Unterbringung erfolgt

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