Aristoteles
Arndt, Krnst Moritz

Aristoleles,* 384 v.d. Ztr. Stagira
(Makedonien), | 322 Chalecis (auf
Kuböa), Schüler Platong, Leh-
rer und Przicher Alexanders des
Großen, umfassender Denker
der Antike. A.s Lchre stand
wie diejenige Platons im
Dienste der Wicderhoerstellung
und Krneuerung des griech.
Staatslebens, Durch geine aus-
gedehnte Lehrtätigkeit und die
zahlreichen Werke, die den Cha-
; rakter wissenschaftlicher Ab-
| Olhandlungen tragen, beeinflußte
Eier jedoch hauptgächlich die fol-
gende Wissenschafts- und Bil-
dungsentwicklung. Als Ziel der
Krzicehung galt ihm die vollen-
| Videte Entfaltung aller im Men-
1Fiuchen angelegten Anlagen und
| G&G die organische Kingliederung
iMYdes einzelnen in die staatliche
- Gemeingchaft,
Mm MA. wurde die Lehre des
„SA. in mannigfacher Woisoe um-
O gedeutet und insbes, von der
> Pcholastik in starrer, dogma-
V tischer Weise zur Grundlage
,0:; der kirchlichen Philosophie und
u Bildung erhoben. Auf dem
Wege dieser Secholastischen
Scinsphilosophie hat A. durch
die Jahrhunderte immer von
neuem auf das philosophische
Leben, selbst der prot, Länder,
eingewirkt,
Schr. : Werke, hg. von JI. Rol-
ſes u. 9, 1921-24; Haupt-
werke, hg. von Nestle, 1942*
(KTA. Bd. 129). -- L.: O. Will-
mann, A. a)Js Pädagog und Di-
daktiker, 1909; J. Drechgler,
Die erkenntnistheoretischen
Grundlagen und Prinzipien der
A.schen Didaktik, 1935.
Arndt, VYrnst Moritz, * 26. 12.
1769 Schoritz (Rügen), | 29. 1.
1860 Bonn, Dichter, Kultur-
kritiker und politischer Volks-
Tot
Di
r
erzicher, wurde nach größeren
Reisen Privatdozent der Ge-
Schichte in Greifswald und 1806
Prof., floh vor den Franzosgen
nach 8tockholm, war geit dem
Jahre 1812 Mitarbeiter des Frei-
herrn vom Stein und kämpfte
in Seinen Dichtungen, in kultur-
politischen und erzicherischen
vpchriften für die deutsche Kr-
hebung und später für ein
deutsches Kaisertrum unter
preuß. Führung. Seit dem Jahre
1818 Prof. in Bonn, wurde er
revolutionärer Umtriebe be-
Schuldigt, 1820 entlassen und
erst 1. J. 1840 wieder in gein
Amt eingegetzt. 1848 gehörte er
der Frankfurter Nationalver-
Sammlung an.
A, wollte Politik und Erzie-
hung gleichermaßen in den
Dienst der Volkwerdung ge-
Stellt wissen. Im Gegengatz zur
Aufklärung, zur Humanitäts-
Philosopbhie Seiner Zeit und zu
den Ideen der Französischen
Revolution gründete er die Er-
ziehung nicht auf den Verstand
bzw. die Vernunft, gondern auf
das Prinzip der in rasgisch-
völkischen Kräften wurzelnden
Scele und stellte Sich damit zu-
gleich in äußersten Gegensatz
zu der Auffassung des I1dealis-
mus. Die erzicherische Haupt-
aufgabe gah er in der Kntfaltung
aller Jeiblichen, scelischen und
geistigen Kräfte zu einer leben-
digen Ganzheit und zu einem
Starken, aufgeschlossenen und
eingatzbereiten Menschentum.
Wie das Denken und Sein aus
dem Schwerpunkt des Volks-
tums Seinen vinn erhalte, 80
müggen alle Glieder des Volkes
durch Krziehung erfaßt und zur
innerlich bejahten Bindung an
ihr Volkstum geführt werden.

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