Landschule
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Landschule

in 1,-Lagern. An der Spitze
steht ein Lagerführer (bzw. eine
Lagerführerin), der in Gemein-
gechaſt, mit den L.-Krziehern die
Erziehung der L.-Tvilnehmer
verantwortlich leitet. Die Lager
gind mit 40 bis 100 Jugendlichen
belegt. Je 20 werden zu einer
Gruppe unter Yührung eines L.-
Erzichers zusammengefaßt. Die
Erziehung vereinigt Landarbeit
bei Bauern oder Siedlern, bes.
in Notstandsgebieten, im deut-
schen Osten usf., körperliche
Ertüchtigung und eino ge-
gchlosgene mnationalpolitische
Ausrichtung. Gewöhnlich wird
die Hälfte des Tages mit Land-,
Garten- und Haugarbeit aunsge-
füllt, während die andere Hälfte
dem Lagerdienst (mit Heim-
abenden, Schulung, Sport, Sin-
gen uv. a, m.) gewidmet ist.
Grenzlandfahrten und Frnte-
arbeit ergänzen die Yrzicehungs-
arbeit. Als L.-Erziceher bzw. 1L.-
Yührer gind Lehrkräfte aller
Schulgattungen, H4.-Führer,
BDAL-VYührerinnen, Volkspfle-
ger und Jugendleiterinnen, aber
auch geeignetes Männer und
Vrauen ohne erzieherische Vor-
bildung tätig, die an einem vier-
wöchigen Praktikantenlehrgang
und, 80weit Sie keine erzieherl-
gehe Vorbildung nachweisen, an
einem vierwöchigen Bewerber-
gehulungslager teilgenommen
haben. -- I. J. 1939 bestanden
rund 450 L.-Lager,
Ztschr.: L.-Schulungsbriefe.
-- L.:; A, Schmidt-Bodenstedt,
Das L., Plan und Gestaltung,
1937; G. Knöfel, Die national-
802. Erziehung im L., Digss.,
1938.
Landschule, die Volksschule auf
dem Lande, ist zum überwie-
genden Teil weniggeglioedert
(1 bis 3 Klassen) und vereinigt
meist beide Geschlechter. Ihre
besondere Aufgabe ergibt gich
aus ihrer Stellung zum Lande
und zum bodenständigen Men-
Schen des Landes. Sie 801] Hei-
matschule ein und von den
Gegebenheiten des Landes und
geiner Menschen und von den
Erfahrungen, Nöten und Auf-
gaben der bäuerlichen Lebens-
gemeingchaft ausgehen. Sie enb-
wickelt die körperliche und gei-
Stige Leistungsfähigkeit des
Landkindes, indem Sie in steti-
ger Verbindung mit Klternhaus
und HJ. gleichzeitig den Be-
wußtseinskreis organisch über
die Gegebenheiten der unmittel-
baren ländlichen Gemeingchaf-
ten hinaus zur Volksgemein-
Schaft erweitert. Das Ziel auch
der L, ist die Charaktererzie-
hung des Seinem Volke verpflich
teten Menschen. Der Unterricht
iSt teilweise -> Abteilungsunter-
richt, teils auch -+ Gegamb-
unterricht, Er knüpft an den
dörflichen Lebenskreis und an
die örtlichen Aufgaben an, Sucht
diese in die Schularbeit einzu-
beziehen und mit ihr zu einer
Linheit zu verbinden.
Im Jahre 1940 waren von den
57 255 Vollksschnlen des Reiches
22 165 einstufig, 12255 zwel-
stufig, 7031 dreistufig, 4352
vierstufig, 1725 fünfstufig, 2016
Sechsstufig, 2312 Sicbenstufig
und 5399 achtstufig.
L.: FF. Kade, Versuchsarbeit
in deutschen L.n, 1932; H, Büh-
nemann, Erziehungs- und Bil-
dungsplan der L., 2 Tle., 1940;
A. Reichwein, Schaffendes
Schulvolk, 1937; A. Zastrow,
Lehrplan für L.n, 1937; W. Kir-
cher, Die völkische L. im Auf-
bruch, 1939.

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