Lehrerbildung
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Lehrerbildungsanstalten

bereitungs- (Präparanden-) An-
Btalten gewöhnlich 6 Jahre,
vereinzelt 7 Jahre (Sachsen)
umfalßten. Seit dem Jahre 1926
wurden die Seminare nach und
nach in den einzelnen Ländern
durch Pädagogische Akademien
und nach dem Jahre 1933 durch
Hochschulen für L. ergetzt,
Im Jahre 1941 trat an deren
Stelle die neue Vorm der Lech-
rerbildungsanstalten, die nach
dem Vorbilde des in der Ost-
mark entwickelten Lehrerbil-
dungswesens auf der Haupt-
gehule bzw. der Volksschule
aufbauen und fünf Jahres«kurse
umfassen. Die meistender Hoch-
gehulen für L. Sowie die Auſbau-
lehrgänge wurden in Lehrerbil-
dungsanstalten umgewandelt.
Vür Aughilfslehrkröfte (>
Schulhelfer) werden an ein-
zelnen Ausbildungsstätten geit
dem Herbst 1939 dreimonatige
Ausbildungslebrgänge veran-
gtaltet. Die zweite Prüfung für
das Lehramt an Volksschulen
wird auf Grund der Richtlinien
vom 29. 1. 1940 nach einer min«
dustens zweijährigen prakti
gcheun Tätigkeit abgelegt.
Die Ausbildung der Lehrer
für das Lehramt an höheren
Schnlen erfolgte geit jeher auf
dem Wege über ein Univergi-
tätsstudium, das 8ecit dem 19.
Jh. durch eine praktische Tä-
tigkeit (in Preußen 1826,,Probe-
Jahr“) und schließlich durch
eine geregelte 8schulpraktische
Ausbildung (Preußen 1890: Se-
minarjahr und Probejahr) er-
gänzt wurde. Kine reichseinheit-
liche Regelung nehmen die
Richtlinien des RIEM. vom
16. 7. 1937 bzw. vom 30. 1. 1940
vor. Die Ausbildung bestecht
nunmehr aus einem dreijährigen
KTA 94/17
VUniversitätsstudium in einem
Grundfach und zwei Bei-
fächern und einer einjährigen
berufspraktischen Tätigkeit im
Rahmen des -> Voi bereitungs-
dienstes. Die wisgsenschafiliche
Staatsprüfung für das Lehramt
an höheren Schulen wurde durch
Erl. d. REM, vom 30. 1. 1940,
die Ordnung des Vorbereitungs-
dienstes durch Erl, vom 27. 12.
1940, die pädagogische Prüfung
(nach Abschluß der praktischen
Ausbildung) durch Reichgord-
nung vom 7. 6. 1937 einheitlich
geregelt. -> Diplomhandels-
Ichrer, Dozent. Gewerbelehrer,
künstlerisches L»hramt, Land-
wirtschaftslehrer usf.
L.: Die Akademischen Berufe,
bg. vom Akademischen Aus-
kunftsamt Berlin, 1938ff.; W.
Oberle, Taschenbuch für Leh-
rer höherer Schulen (Weidm.
"Vasch.), 1939.
Lehrerbildungsansftalten, fünf-
klassige Lehranstalten zur Aus-
bildung von Volksschullehrern,
die auf der Hauptschule (bzw.
auf der Volksschule) aufbauen
und an die Stelle der bisherigen
Hochschulen für Lehrerbildung
treten. Schüler der mittleren
und höheren Schulen können
nach erfolgreichem Abschluß
der 5. Klasse in das zweite, nach
Abschluß der 6. Klasse in das
dritte Ausbildungsjahr über-
nommen werden. Zuerst in der
Ostmark in dieser Form auf-
gebaut, bilden die L. Seit dem
Jahre 1941 die Regelform der
deutschen Lehrerausbildungs-
Stätten. Die Mehrzablder Hoch-
Schulen für L. 80wice die Aufbau-
Ichrgänge wurden in L. umge-
wandelt. Die Erziehung in den
L. geschicht in der Form der
Mannschafts- bzw. Heimerzie-

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