Lehrfächer
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Lehrmittel

volkserzicherische (z. B. Volks-
und Jugendschrifttum) und 8o-
ziae Aufgaben (Heimstätten,
Jugendherbergen usf.) stellten.
Die Auflözung des politischen
Lebens nach dem Weltkriege
wirkte sich auch in der Tätig-
keit der L, aus, die nach ihrem
Umfang fortschreitend zunahm,
innerlich jedoch mehr und mehr
in cine politische und kultur-
Politigzcehe Richtungslosigkeit
ausmündete, Scit dem Jahre
1933 gind die L. ausnahmslos
im > NS.-Lehrerbund aufge-
gangen, -- 1,,: R. Rissmann,
Geschichte des Doutschen Loh-
rervercins, 1908.
Lehrfächer, vgl. die einzelnen
Schularten und Yächer.
Lehrfilm -> Film.
Lehrgespräch, Vorm des Lechr-
verfahrens, bei dem das Wechb-
gelgespräch zwischen Lehrer
und Schüler vorherrscht. Das
L. ist entstanden aus der dia-
Jogischen Lehrform von Frage
und Antwort, die beroits auf
das Altertum zurückgeht, be-
deutet aber durch die Hinzu-
nahme der Schülerfrage und des
entwickelnd-darstellenden Ver-
ſahrens gegenüber dem starren
Prage- und Antwort-Schema
eine gewisse Auflockerung. Das
L. ist die boi fortgeschritteneren
Schülern angemessene Form der
ptoſſverarbeitung und Verbtie-
ſung im Klassenunterricht.
Lehrkunst -> Lehrverfahren.
Lehrlingsheime- + Jugendwohn-
heime.
Lehrmetſhode -> Lehrverfahren.
Lehrmitte), im weitesten Sinne
jedes Hilfsmittel der unter-
richtlichen Unterwoeisung und
deshalb 1. alle Gegenstände der
Natur und der Kultur (bes. der
heimatlichen Umgebung), 8o0-
weib sie belehrenden oder er-
ziehenden Charakter tragen und
für den Unterricht (gegebenen-
falls auf Wanderungen und Be-
gichtigungen) fruchtbar zu ma-
chen gind; im begonderen Sinne
2. für den Schulgebrauch in
zweckmäßiger Weise bherge-
gtellte oder herbeigeschaffte An-
Schauungsmittel für die ver-
gchiedensten Fächer: Dinge,
'Viere, Abbildungen, Lehrbücher,
Karten, Atlanten, Globen, hei-
maß- u. naturkundliche Samm-
lungen usf. ; 3. besondere Hilfs-
mittel, die der Steigerung der
kindlichenFähigkeitenunmittel-
bar dienen, Hilfen des Lernvor-
ganges im weitesten Sinne: Ge-
rätschaften des Schroib- u. Zei-
chenunterrichts, des naturkund-
lichen, mathematischen, Hand-
fertigkeits- und Werkunter-
richts, des Turnens, der Musgik
usf. Im Unterschied zu den
eigentlichen L.n bezeichnet man
diese Hilfsmittel, zu denen auch
Hefte und Lernbücher und auf
Grund des Erl. d. REM. vom
26. 6. 1934 auch der Unter-
richtsfilm gehört, als Lern-
mittel. Die Schule stellt in zu-
nehmendem Maße auch die 1,
in den Dienst der velbsttätig-
keit und der gesamten LKr-
ziehung, indem gie diegelben,
wo angängig, von den Schülern
in gemeingamer Arbeit beschaf-
fen, herstellen oder verwenden
läßt. Prüfung u. Ueberwachung
der Lehr- u. Schulbücher wer-
den von der > Reichsstelle für
das Schul- und Unterrichts-
Schrifttum vorgenommen. Die
Zoulasgung wird laufend durch
Veröffentlichung im Amtsblatb
DWEV. bekanntgegeben. Die
ordnungsgemäße Durchfüh-
rung des Unterrichts getzt vor-
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