Lohrplan
260
Lehratoff

aus, daß die Schüler im Begitz
der vorgeschricebenen Schul-
bücher aind. Zu ihrer Begschaf-
fung sind die Eltern auf Grund
der allgemeinen Unterhaltungs-
pflicht der Verwandten gem.
8 1601ff. des BGB. verpflichtet.
In den Gemeinden gollen nach
Möglichkeit für die einzelnen
VPächer übereinstimmende Lern-
mittel, z. B. Schulbücher, ver-
wendet werden, -- Für die Beo-
rufserzichung wird die Herstel-
Jung u. der Vertrieb der 1. in
einheitlicher und zweckmäßiger
Weise von der DAP, durchge-
führt u. im Amt für Beruſfszerzic-
hung und Betriebsführung eine
„L.-Zentrale“ geschaffen., --
L.: L.-Zentrale der DAYV., 0. J.
(1940); Zusammenfassende
Überzicht d. bisher z. Gebrauch
an höh. Schulen zugelassenen
Klassenlesestoffe u. 1L., 194),
Lehrplan, die Lehrinhalte der
Schule nach Gegenstand, Vorm
und Anordnung, Die Lehrstoffe
bildeten geit dem MA, eine mehr
oder minder willkürliche, durch
die Ucberlieferung bestimmte
Summierung von literarischen
Stoffen, die hin und wieder er-
gänzt wurden. Hauptsächlich
geit dem Vinsetzen der rcalisti-
gehen Bestrebungen im 17. Jh.
wurden 8ie nach und nach be-
reichert durch 80g, Icbenswich-
tige oder „reale“ Stoſſe und
umfaßten endlich geit dem Aus-
gange des 18. Jhs. eine Vielzahl
literarischer, technischer und
wißgenschaſtlicher Gebiete, die
keinen inneren Zusammenhang
untereinander hatten, Die fort-
gehreitende Beginmung in Din-
gen der Erziehung und Bildung
führte zu zahlreichen Bemühnn-
gen, die Lehrstoſſe planmäßig
nach leitenden Ideen auſfzu-
bauen und der kindlichen Ent-
wicklung und dem jugendlichen
Verstüändnis anzupassen. An die
Stelle stofflicher Mindestforde-
rungen traten in jüngster Zeib
(nach dem Weltkriege) meist
eJastische „„Richtlinien“, die
die Anpassung des L.8 an die
örtlichen Verhältnisse und teil-
weise auch die Stoſfauswah]l der
einzelnen Schule bzw. dem Leh-
rer überlassgen. Die geit der
nationalsozialistigchen Macht-
ergreifung erlassenen Lehrpläne
gind ebenfalls golche Rah-
menlchrpläne, die gich das
Zie] getzen, die bisherige Zu-
fälligkeit der Inhalte zu über-
winden und nur demjenigen
Stoff Dageinsrecht zu gewäh-
ren, der gich der gemeinzamen
Erzichungsaufgabe einfügt.
Reichseimheitliche JLehrpläne
wurden erlJassen für die höhere
Schule am 29. i. 1938, für die
Volks- und Mittelschuilen am
15. 12. 1939, für die Haupt-
Schulen am 9.3. 1942, für die
Lcvibeserzichung der Jungen
1937, der Mädchen 1941, wiiter
für ländliche Berufsschulen, zahl-
reiche Vach- und Berufsfach-
gchulen, für Mädchenbildungs-
anstalten usf.
Lehrstoff, Gesamtheit der In-
halte, mit deren Hilfe der Schul-
unterricht, geine erzicherische
Aufgabe erfüllt. Der L. ungerer
allgemeinbildenden Schulen ist
der Niederschlag schr verschie-
dener geschichtlicher Zeitab-
schnitte. -- Der ursprüngliche
L. der ma. Lateinschulen um-
faßte neben dem Latein wenige
Klemente des Kirchenglaubens,
Rechnens und Geganges, der-
jenige der deutschen Schulen
gewöhnlich nur Legen und
Rechnen, Scit dem Ausgange

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.