Tiictz
271
TLiteratuirunterricht


die Landerziehungsheime Ilsen-
burg, Haubinda, Bieberstein
u. das Landwaisenheim Vecken-
gtedt.
L. wirkte für die Umgestal-
tung des gegamten Schulwesens
im wInne einer nationalen Kin-
heitsschule, welche allen Volks-
genogssen die ihnen entsprechen-
de Bildung zuteil werden Jassen
gollte,und betrachtete den Unter-
richt nur als eine Teilauſgabe der
Erziehung. Seine eigentliche u.
bedeutsamste Leistung liegt in
der Ausgestaltung der Heime zu
Stätten Jebendiger Persönlich-
keitsbildung, Sie zeichnen gsich
aus durch die vielseitige und
gelbständige (geistige und kör-
perliche) Betätigung der Schü-
ler in Handwerk, Landarbeit,
Wissenschaſt und Kungst, durch
das kamoeradschaftliche Ver-
hältnis zwischen Krzichern und
Schülern, durch die Bildung ſa-
milienartiger Gruppen bzw, Kr-
zgielmngsgemeinschaften und
durch die Ablehnung der intel-
Iektualistigchen Uebertreibun-
gen der großstädtischen Ueber-
kultur. Kine Reihe von An-
regungen konnte aus der HKir-
zielungsarbeit der Heine in die
öffentlichen Schulen übernom-
menwerden; anderes jedoch
blieb auf die Heime besgehränkt
(die Lage auf dem Lando,
die kleine Schülerzahl mit
relativ vielen Przichern, die
Kontrollierbarkeit aller erzie-
herigchen SKinflüsse, Schüler-
heim u8W.).
Die L.schen Landerziehungs-
heime umfagsgen heute unter Lei-
tung von A. Andreesen getrennte
Heime für die Oberstufe: Bicber-
Stein, Spickeroog ; für die Mittel-
Stufe: Haubinda, Kttersburg,
Puchenau; für die Unterstufe:
Gebesce und für die Waigen-
erziehung: Veckenstedt. Sie ge-
hören zu den Deutschen Hoim-
gehulen,
Schr. : Die deutschoe National-
gchule, 19202; Deutsche Land-
erziehungsheime. Grundsätze
und Kinrichtungen, 1917; Le-
benserinnerungen, hg. v. A. An-
dreesen, 19354u.5; Deutsche
Nationalerziehung, Auswah] aus
geinen Schriften, hg. v. demselb.,
1938. -- 1L.: A. Andreegen,
H. T.., der Schöpfer der Land-
erziehungsheime, o. J. (1934).
Linde, Ernst,* 20.5.1864 Gotha,
war Lehrer bei und in Gotha
und von 1907 bis 1914 Herans-
geber der Allgemeinen Deut-
gchen Lehrerzeitung. L. ist einer
der führenden Verfechter einer
Persönlichkeitserzichung und
wandte gsich insbes. gegen die
Vorherrschaſt des methodischen
Schemas im Unterricht. Er gah
die wesentlichste Voraussctzung
der Erziehung in einer einheit-
lichen, nicht kirchlichen Welt-
anschaummg und betonte die
Wirkung der FErzieherpersön-
lichkeit. -- Schr.: Pergönlich-
keitspädagogik, 1896, 19225;
Probleme der Kunsterziehung,
1911.
Lispeln, das Anstoßen der Zunge
an die Vorderzähne beim Spre-
chen der S-Lante, isb eine
Sprachstörung fasb immer funk-
tionoller Art. Sie isb zurückzu-
führen auf ſalsches Vorbild,
Achtlosigkeit im Sprechen usf.
und durch geeignete Lautschu-
lung, im Notfalle in Sprachheil-
Schulen meistens zu bebeben.
-> Sprachheilpflege.
Literalmethode -> Hähn-PFelbi-
ger.
Literafurunferricht -> Deutsch-
unterricht.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.