Mädchenrealschulen
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Mannsgchaftserziehung

19402; Schriftenreihe „„Weib-
liche VYrziehung“, hg. vom
NSLB. (Reber-Gruber).
Mädchenrealschulen, Bezeich-
nung für die früheren, durch die
Neuordnung des höheren Schul-
wesens vom 29. 1. 1938 auf-
gehobenen und in Oberschulen
wmgewandelten, nicht voll aus-
gebauten höheren Mädchen-
gehulen (bzw. Lyzeen) in cinigen
deutschen Ländern wie Baden,
Hamburg und Württemberg.
Mager, Karl, * 1. 1. 1810 Gräf-
rath bei Solingen, | 10. 6. 1858
Wiesbaden, liberaler Schul-
mann, Begründer der Schul-
verfasgungslchre, zuerst Gym-
nagiallehrer in Berlin, später
Hochschullehrer und Schrift-
"eiter in der Schweiz, cit 1848
Gymnagialleiter in Ligenach.
M. trat ein für eine Erneuerung
des Schulwesens auf der Grund-
lage weitgehender Soelbstver-
waltung unter Oberaufsicht der
Provinzialgemeinden. Gleich-
zeitig forderte er den Ausbau
einer den Bedürfnissen des
Bürgertums dienenden mitt-
leren Schule, der Bürgerschule.
Schr.: Die Deutsche Bürger-
gehule, 1840; LEKnzyklopädie,
1846; Die Pädagogische Revue,
hg. 1840-48. --- 1,.: W. Kuing,
K. ALs pädagogische Bedeu-
tung, Diss., 1926.
Maidenschulen, jetzt > Land-
franenschulen, geit dem Jahre
1897 entstandene einjährige Be-
rufsfachschulen zur Ansbildung
von Bäuerinnen uv, Landfrauen,
Materlachsehmlte in Mannheim,
Vachschule zur Vortbildungvon
Fachleuten ſür das Maler-
gewerbe, Die Aufnahme getzt
die Gesellenprüfung und eine
dreijährige Gescllentätigkeit
voraus und führt in einjähri-
gen Lehrgängen zur Abgchluß-
prüfung.
Mannsgchaftsgerziehung, Die Dr-
ziehung in der Mannschaft bil-
dete eino wesentliche Yunktion
des german. Gefolgschaftswe-
gens. In der weiteren geschicht-
lichen Entwicklung war gie
überall da wirksam, wo 8ich die
Bildung von Manngchaften im
Dienste soldatischer oder poli-
tischer Aufgaben vollzog und
der Nachwuchs geine Vormung
und Ausbildung in dieser Mann-
gchaft erhielt, In diesem Sinne
kann man von einer M. im
Rittertum, im Landsknechts-
heer oder in modernen Heeren,
aber auch im Rahmen einer
Schiffsbesatzung oder gelbst
einer betrieblichen Gefolgschaft
gprochen. Die Wirkung der M,
beruht einmal auf der Voraus-
getzung, daß der in die Mann-
gchaft aufzunehmende Nach-
wuchs einer bestimmten Aus-
Jese unterworfen wird, und daß
von diesem mit den Ziel-
stellungen und Aufgaben der
Mannschaft zugleich die innero
Gleichgestimmtheit, Ausrich-
tung und die einer Mannschaft
eigene soldatische Haltung und
Zucht übernommen wird. Die
wesentliche und der AL eigen-
tümliche Aufgabe liegt daher
nicht in erster Linie in der
Vebertragung bestimmter Wig-
genginhalte oder der Aneignung
eines 8spozifigschen Könnens, 80n-
dern in der Uebung einer
strengen goldatischen Zucht,
dem Führergrundsatz im Verein
mit unbedingter Gehorgams-
pflicht, der Yrzeugung einer ge-
meingamen Haltung auf der
Grundlage der Kameradschaft
und der Pflege einer kämpfori-
Schen Gesinnung im Dienste gc

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