Memorioren
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Methode

von 1528 und gestaltete den
Wittenberger Universitätsun-
terricht um. -- L.: K. Hart-
felder, Ph. M., 1889; G. Killinger,
Ph. M., 1902,
Memorieren (von lat. gsich er-
innern), alter Ausdruck für ge-
dächtnismäßiges Linprägen. ->-
Gedächtnis, Lernen.
Mendel, Johann (mit Seinem
Ordensnamen Gregor), * 22.7.
1822 Hoinzendorf (Sudeten-
land), | 6. 1. 1884 Brünn,
Vererbungsforscher. M. war
Augustinerprior, Lehrer und
Botaniker in Brünn. Ir stellte
Versuche über die Frblichkeit
bestimmter Merkmale bei Pflan-
zen an und entdeckte eine Reihe
von Gesetzmäßigkeiten, die
nach ihm Mendelsche Ro-
geln genannt werden.
Dies6 an den Pflanzenbastar-
den gewonnenen Gesetze des
Erbganges einzelner Erbmerk-
male gind auf die "'Piere und
die Menschen übertragbar.
Ihr gedanklicher Angatz be-
steht in der Rückbeziehung
körperlicher u, Scelischer Merk-
male auf einzelne (paarige) An-
lageeinheiten, von denen bei
der Zeugung je eine von den
beiden Kltern auf das neue
Individuum übergeht. Die M.-
gehen Regeln unterscheiden nun
zwiSchen dominanten oder über-
deckenden und rezesgiven oder
überdeckbaren Erbanlagen und
gagen über deren Erbgang ſol-
gendes aus! 1. Bei Dominanz
eines Krbmerkmals ist das Er-
gcheinungsbild der nächsten
Generation bezüglich dlieses
Merkmals gleich demjenigen der
elterlichen Generation (Gleich-
förmigkeitsregel). 2. Das über-
deckte (rezesSive) Merkmal spal-
tet Sich in einem "Veil der Indi-
viduen der zweiten Generation
wieder ab, und zwar nach be-
gtimmten einfachen Zahlenver-
hältnissen : 25 v. H. dd, 50 v. H.
dr, 25 v. H. rr (Spaltungsregel).
3. Die beobachteten Merkmale
vererben gich je gesondert in
eigenem Erbgang (Unabhängig-
keitsregel). Der hierin angenom-
mene Mogaikeharakter des Or-
ganiemus besteht jedoch in
Wirklichkeit nicht, 8ondern be-
gtimmte Erbfaktoren haben die
Tendenz, gich zusammenzu-
gchließen und gemeingam zu
vererben (Koppelung der Erb-
faktoren). Hinsichtlich der Rag-
Seneigentümlichkeiten geht hier-
aus hervor, 1. daß bei Ragssen-
mischung keine neue (Misch-)
Ragse entsteht, Sondern daß
die Merkmalsgruppen die Ten-
denz haben, g8ich wieder ab-
zuspalten, „„herauszumendeln“,
2. daß innerhalb der (erbfesten)
Vigenschaſten einer Ragsse aber
keine „freie Genkombination“
besteht, sondern die Tendenz
zur Vererbung rasgisch „,zu-
gammengehöriger“ Merkmals-
gruppen. =- Schr.: Versuche
über Pflanzenhybriden, 1865,
neue Ansg. 1940,
Menschenkunde - Anthropo-
Jogie.
Methode (griech. Weg, Ver-
fahren), planmäßiges Voerfah-
ren; Grundlage jeder zielbe-
wußten Gestaltungs- oder Pir-
kenntnisarbeit. In Erziehung
und Unterricht wurde ein me-
thodisches Vorgehen erst, seib
dem 17. Jh. angebahnt. Durch
die nächsten Jahrhunderte zie-
hen g8ich zahlreiche Versuche
insbes. zur M. des Unterrichts
(Ratke, Comenius, Pestalozzi,
Herbart, = Lehrverfahren). Sie
waren nicht gelten von deim

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