Minderheitenschulen
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Mittelalter

aber auch Beamten, Angehöri-
gen der NSDAP, usf. Die Stif-
tung wird vom Oberkommando
der Wehrmacht betreut. Sie
umfaßt das eigentliche G. M. P.
mit Mittel- unnd Oberschule für
Knaben, „Hans Licbenau“ in
Graz (Steiermark) mit acht-
klassiger XKnabenvolksschule
und das Militär-Mädchen-Wai-
Senhaus Zeitz (Klster) mit Heim-
betrieb und Besuch der öffent-
lichen Schulen. Die Krzichungs-
grundsätze entsprechen etwa
denjenigen der -> National-
politischen FErzichungsanstal-
ten. Aufgenommen werden Kin-
der vom Beginn des schul-
pflichtigen Alters an, die je nach
charakterlicher und geistiger
Veranlagung beschult und ge-
gebenenfalls bis zur Hochschul-
reiſe gefördert werden.
Minderheitensehulen in deut-
Schen Gebietsteilen mit ſfremd-
gprachiger bzw. gemischtspra-
chiger Bevölkerung erteilen den
Unterricht in der Muttersprache
der betr. Minderheit, haben aber
verbindlichen Doutschunter-
richt. Sie erhalten Staatliche
Unterstützung nur dann, wenn
die Zahl der Besucher eine be-
sgtimmte Höhe erreicht.
Minderjährige, juristisgch ge-
wöhnlich Jugendliche zwischen
18 und 21 Jahren, zum Unter-
gehied von „Jugendlichen“ i. e.
S. von 14 bis 18 Jahren.
Mineralogie (wahrscheinlich von
keltisch: Gestein, Krz), Lehre
von den Mineralien, d. h. von
den in der KErdrinde vorkom-
menden (festen oder flüssigen)
VWlementen und Verbindungen,
bildet ein 'Peilstück des Chemie-
unterrichts mit enger Ver-
bindung zum Geologieunter-
richt.
Mittelalter. Die Entwicklung des
deutschen Erziehungwesens im
M. ist gekennzeichnet durch die
Veberlagerung des ursprüng-
lichen german. Volkslebens mit
einer Schulwissenschaft fremder
Herkunft und durch einen fort-
gesetzten Kampf der german.
Lebensform gegen diese. Bald
nach der Völkerwanderung be-
gann die Uebernahme spät-
römischer Bildungsbestandteiles
z.B. durch die Franken in Gallien
und die Goten, Später die
Langobarden in Italien. Mit
dem allmählichen Vordrin-
gen der gallisechen Stadt-
wirtgschaſt entstanden gleich-
zeitig die Anfänge der römisch-
lat. Gelehrtenbildung und deg
Christentums bei den West-
germanen. Seit dem 8. Jh.
wurden beide auch mehr und
mehr in das Gebiet zwischen
Rhein und Elbe verpflanzt. Die
in dieser Zeit gegründeten Klö-
Ster wurden zu Zentren der
wissenschaftlichen Bildung und
der echristlichen Mission. weib
Karl dem Großen traten zu den
Klosterschulen auch Domschu-
len und Pfarrschulen, Die ger-
man. Volkstümer wurden von
Karl] gesammelt, von seinen
Nachfolgern (bes. Ludwig dem
Vrommen) aber vernichtet und
in der Polgezeit immer mehr
unterdrückt. Die Kloster- und
Domschulen waren zuerst nur
Ausbildungsstätten für die Or-
densmitglieder, gewannen aber
durch die BKinrichtung von
„äußeren Schulen“ für Laien
neben den ursprünglichen ,,in-
neren Schulen“ immer größeren
Kinfluß auf das gesamte Geistes-
leben. Viele Funktionen des
politischen und kulturellen Le-
bens wurden ausschließlich von

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