Niemeyor
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Nietzscheo

üörztliche H. (Utrecht), eins
Handels-H. (Rotterdam), die
Landbau-H, (Wageningen), die
theolog. (reformierte) H. (Kam-
Pon) und die Militärakademie
(Breda). Oeffentliche und pri-
vate (kirchliche) Schulen gind
geit 1920 (auch in bezug auf
staatliche Zuschügse) völlig
gleichgestellt, unterstehen aber
in ihrer Gegamtheit der staat-
lichen Oberaufsicht. -- Internat,
Ztschr. f. Erziehung, Ig. 1940.
Niemeyer, August Hermann,
* 1,9. 1754 Halle, Y 7. 7. 1828
das., Urenkel Augugt H, Yrank-
kes, einflußreicher Schulmann
des ausgehenden 18. Jhs., war
geit 1779 Prof. an der Univergi-
tät, cit 17909 Leiter der PFrank-
keschen Stiftungen und gspäter
Kanzler der Univergität. Er er-
neuerte die Stiftungen den Bo-
dürfnisgen der Zeit entspre-
chend, entfaltete eine ausge-
breitete Schriftstellerische päd-
agogische "Tätigkeit und nahm
zu fast allen erzicherischen Pra-
gen Seiner Zeit Stellung,
Schr. : Grundsätze der Frzie-
hung und des Unterrichts,
3 Bde., 1796. -- L.: K. Menne,
A. H. N., 1928.
Niethammer, Friedrich Imma»
nuel, * 6. 3. 1766 Beilstein b.
Heilbronn, 4 1.4.1848 München,
Schulmann und Organigator der
bayrischen höheren Schule auf
neuhumanistischer Grundlage,
war Privatdozent und wurde i.
Jahre 1797 Prof. der Philoso-
phie u. prot. "Theologie in Jena,
1804 Prof. in Würzburg und
1808 verantwortlicher Leiter
des höheren Schulwegsens im
bayrischen Innenminigsterium,
Er nahm in entschiedener Weiso
gegen den > Philanthropismus
Stellung und ordnete gegen
zahlreiche Widerständo in dem
Allgemeinen Normativ von 1808
das bayrische Gymnagialwesen
neu, =- Schr.: Der Streit des
PhiJanthropismus und Huma-
nigmus, 1808.
Nietzsche, Friedrich, * 15. 10.
1844 Röcken b. Lützen, Y 25. 8.
1900 Weimar, war 1869--79
Prof. für alte Philologie an der
Univergität Bagel, lebte in der
Polgezeit meist in der Schweiz
und in Italien und starb nach
zwölfjähriger geistiger Umnach-
tung.
N. setzto zich in sciner Philo-
80phie mit dem kulturellen, er-
zieherischen und politischen Ge-
gehehen geiner Zeit auseinander,
Er kämpfte gegen die Kultur-
logigkeit des 19. Jhs., gegen die
Zorspaltenheit des Lebens durch
Individvualigmus, Liberalismug
und Intellektualizmus und
gehließlich gegen die gesamteo
„ehristliche“ und „demokrati-
gche“ Grundrichtung der abend-
Jändischen Geschichte. Er wollte
die verlorengegangene Einheit
des Lebens wieder herstollen,
aber weder auf der Grundlage
der ma, "Theologie noch des
deutschen Ldealismus. Sein Zic]l
war eine Umwertung aller
Werte und eine Neugestaltung
des Dageins vom „Leben“ aus.
Dieses nehmo im Machtwillen
nur eine andere Vorm an;
im Uebermenschen werde es
vollendete Wirklichkeit; vom
genialen Yührer, von dec
großen Persönlichkeit werde «cs
gestaltet und geprügt. Das Klc-
ment german, Lebens seci das
gletige Werden, der Kampf und
der Wille zur Macht, die Kultur
die „Zinheit des künstlerischen
Stils in allen Lebengsäußerungen
eines Volkes“.

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