Auslandsschulwesen
Auslandsschulwesen

hervorgegangene Hochschule in
Berlin mit dem Ziel, auf der
Grundlage der Schrift- und
Sprachkenntnis fremder Völker
ein eingehendes Studium der
ansländischen Kulturen zu ver-
mitteln, Die A, wurde 1939/40
mit der Hochschule für Politik
zu einer > Auslandwissen-
gchaſtlichen Fakultät an der
Univergsität verschmolzen.
Auslandsschulwesen, deutsches,
Das Auslandsdeutschtum um-
faßt die im Auslande Icbenden
Reichsdeutschen, godann aber
die Volksdeutschen fremder
Staatsangehörigkeit, 80weib gie
nicht in eigenen Staaten als
Staatsvolk Icben (8. z. B. die
Schweiz). Nach der Neuordnung
des europäischen Ostens gibt es
rund 12 Millionen Ausglands-
deutsche (Volksdeutsche) vor
allem in Kuropa und Amerika,
weniger in Afrika, Agsien und
Australien. Sie leben z. 'V. geit
Jahrhunderten in fremden Staa«
ten und verteidigen ihr Volks-
tum beharrlich oder gehen nach
und nach im fremden Volkstum
auf (z. B. in Nordamerika). Die
Volksdeutschen haben teilweise
ein umfangreiches eigenes Schul-
wesen ausgebildet, das meist
dem Schulwesen des fremden
Staates eingegliedert isb und
dessen Gepräge trägt. Hingicht-
lich der Unterrichtssprache
herrscht die größte Verschieden-
heit. "Teils wird die Landes-
Sprache, teils Deutsch als fremd-
sprachlicher Unterricht betrie-
ben, teils wird auch der Unter-
richt für einzelne oder mehrere
Vächer deutsch, für andere
Yächer in der Landessprache
erteilb. Nach dem Weltkriege
wurde die Mehrzahl dieser
vehulen durch die Pariser Vor-
ortdiktate und ihre „Minderhei-
tenschutzformeln“ gewährlei-
Stet. Doch hatte gich in der
Yolgezoit die Gesetzgebung und
bes. die Verwaltungspraxis der
Staaten fast überall darüber
hinweggesetzt und teils neue
Abmachungen getroffen, zum
überwiegenden "Teil aber ohne
vertragliche Regelung das Le-
ben der deutschen Schulen
Schwer beschnitten. Erst in
Jjüngster Zeit besserte zich
mancherorts die Lage des aus-
Jandsdeutschen Schulwegens.
Neben diesen „„Minderheiten-
gchulen“ bestchen in fast allen
Ländern der Welt deutsche Aus-
Jandsschulen für Reichsdeut-
Sche, Volksdeutsche oder auch
Augländer, in denen die deut-
sche Sprache und Kultur ge-
pflegt wird. Sie gelten meist als
Privatschulen und verfolgen im
Gegengatz zu französischen und
anderen Auslandsschulen keine
Werbeabsichten, Sondern dienen
ausgehließlich der Krhaltung u.
Pflege des Deutschtums. Neben
der deutschen wird die Jeweilige
Landessprache gelchrt. Die deut-
chen Auslandsschnlen gind da-
her zweisprachige Schulen. Kin
"Teil der Lchrgegenstände wird
zumeist in der fremden Sprache
unterrichtet. Für die ausländi-
gchen ICinder werden gewöhn-
lich Vorbereitungskurge zur KEr-
lJernung der deutschen Sprache
durchgeführt. Im allgemeinen
finden gich an deutschen Aus-
Jandsschulen Kindergärten,
Volks-, Mittel- und anch höhere
Schulen vereint. Die Lehrkräfte
werden vom Deutschen Reich
vermittelt. Die besondere Be-
treuung der Schulen ist die Auf-
gabe der Schulabteilung im Aus-
wärtigen Amt, Line hoervor-

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