Privatunterricht
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Provinzialschulkollegien


Genehmigung ist davon abhän-
gig, ob 8ie in Erzichungsziel und
Lehrplan mit den öffentlichen
Schulen übereinstimmen, und
ob gie bestimmten Anforderun-
gen hingichtlich der Lehrkräfte,
der räumlichen Kinrichtung und
der Ausstattung mit Lehrmit-
teln entsprechen, Auf dem Ge-
biete des Yachschulwesens und
der Berufserziehung gsind die P.
noch heute zahlreicher. Die be-
rufsständiscbe Zusammenfag-
gung der Privatschulträger ist
die Reichsgemeinschaft der
Deutschen Privatschulen ce. V.
Die Unterhaltsträger der noch
bestehenden privaten Schulen
müssen der Reichsgemeinschaft
angehören.
Ztschr.: Privatschnle und
Privatlehrer, hg. v. NSLB., Or-
gan der Reichsgemeinschaft der
deutschen Privatschulen, -- 1,;
Die deutschen P., Verzeichnis,
1936.
Privaftunferricht bedarf der CGe-
nehmigung durch den zuständi-
gen Schulrat oder Regierungs-
präsSidenten. Die Genehmigung
wird nur bei fachlicher, pergön-
licher und politischer Kignung
des Antragstellers erteilt.
Professor (von Jat. öffentlich be-
kennen), Lehrer an einer höhe-
ren oder Hochschnle, geit dem
Jahre 1918 in den meisten deut-
gehen Ländern (mit Ansnahme
von Baden, Bayern, Sudeten-
gau, Ostmark) nur noch Bo-
zeichnung für Hochschullchrer.
Die Lehrer an den Hochschulen
werden gewöhnlich zuerst zum
->+ Dozenten und nach wisgen-
gschaftlicher und pädagogischer
Bewährung zum P. ernannt oder
berufen, in gelteneren Fällen
auch ohne Bewährung als Do-
zent. Bei den wisgenschaftlichen
Hochgschulen hat man zu unter-
Scheiden zwischen dem plan-
mäßigen (ordentlichen, außer-
ordentlichen) P., der eine Plan-
gtelle (einen Lehrstuhl) verwal-
tet, und dem außerplanmäßigen
P. ohne Lehrstuh]l, der aber geit
der Neuordnung vom Jahre
1939 ebenfalls Beamter ist und
gewöhnlich einen Lehrauftrag
besitzt. Honorarprofessoren
gind nebenamtliche P.en mit be-
stimmten Lehraufträgen auf
einem Sondergebiet. Der Titel
P. kann anßerdem vom YVührer
verdienten Forschern u. Küngt-
lern verlieben werden.
Propädeutik, philosophische
(griech. Vorunterricht, Kinfüh-
rung), Unterricht in den An-
fangsgründen der Philosophie;
in den ma. Schulen, den Or-
dens- und vor allem Jeguiten-
Schulen vielfach immanenter
Bestandteil des Unterrichts,
Später Aufgabe der philosophi-
Schen Vakultäten, wurde in den
deutschen Ländern unter dem
Kinfluß der idealistischen Phi-
Jogophie teilweise als besonderes
Vach in die höheren Schulen
eingeführt und war z. B. in
Preußen bis zum Jahre 1856
in den Abschlußklassen mib
zwei Wochenstundon, in Oesber-
reich bis in die Gegenwart hin-
ein in den „„Mittelschulen“ (hö-
heren Schulen) vertreten. Die
ph. P. wird heute ausschliecßlich
dem Hochschuhimterricht zuge-
wiegen,
Protektorat Böhmen-Mähren ->
Böhmen-Mähren.
Protestanfigmus -> (Calvin, Kir-
cben- und Schulordnungen,
Luther, Melanchthon, Pietis-
mus, Reformation,
Provinzialschulkollegien, i. J.
1825 gegründete, 1933 wieder
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