Prüf- u. Forschungsstellen
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aufgehobene prouß. Schulver-
waltungsbehörden in den Pro-
vinzen. Ihre Aufgabe, die Auf-
gicht über das höhere Schul-
wegen, haben geither die Abtci-
Jungen, „Höhere Schulen“beiden
Oberprägidenten übernommen,
Prüf- und Porschungsstellen,
PSychologische, früher vicl-
fach psychotechnische Pr.u.Y.,
bestehen außer an den Hoch-
gehulen u. a. in der Wehrmacht,
bei der Reichsbahn, in zahl-
reichen Arbeitgämtern, im Sta-
tistischen Reichgamt, bei der
Deutschen JForschungsanstalt
für Psychiatrie und bei man-
ehen Polizeibehörden und kom-
munalen LKinrichtungen (z. 3.
der Straßenbahn). Kignungs-
prüfungen, Psychotechnik,
Prüfungen dienen der Veststel-
Jung eines bestimmten Wisscns,
der Begabung bzw. Leistungs-
fähigkeit auf den verschieden-
sten Gebieten (geistige, Körper-
liche, berufliche, küngstlerischeo
u.a. Yühigkeiten), des Entwick-
Jungsgrades bzw. der Ausbil-
dungshöhe, des Bildungsstan-
des oder schließlich anch der
Charakter- und Willonseigen-
gchaften (Mut, Ausdauer, Be-
harrlichkeit), Ihr Werb ist
davon abhängig, in welchem
Maße Sie nicht nur zufällige Iin-
zelleistungen, gondern die ganzo
Pergönlichkeit erfassen und ein
Bild von ihrem tfatgächlichen
Verhalten im Ernstfall geben.
Am ehesten zugänglich Sind der
P. Kinzelkenntnisse und Winzel-
ſunktionen (wie Gedächtnis,
Sinnesfunktionen), in bestimm-
tem Maße auch das Jcbendige
Zugammenwirken der verschie-
denen FYühigkeiten, der Willens-
haltung und der Gefühlscinstel-
Lung; nur bedingt möglich ist
Psychoanalyse
die vollständige GCharakter-
erschließung. Die wichtigste
Aufgabe des Prüfenden bleibt
die stete Bewußterhaltung der
Grenzen und Möglichkeiten der
Prüfung und die Beschränkung
des Urteils auf dasjenige, was
wirklich in der Prüfung fest.
gestellt werden kann. Zu unter-
Scheiden ist zwischen Schul-P,,
+ Kignungs-P. und psycholo-
gisch-charakteroJogischen P.dcr
iegamtpersönlichkeit, Schul.
prüfungen gollen grundsätzlich
ebenfalls nach Möglichkeit die
Gegsamtpergönlichkeit erfassen,
Tatsächlich aber beschränken
gie Sich meist auf die Deststel.
Jung der Lvistungen in den cin-
zelnen Fächern.
Psychiatrie (griech. Scelenheil.
kunde), Lehre von der Behand.
Jung geclischer Erkrankungen,
berührt sich in wegentlichen
Teilen mit den Aufgaben der
> Heilerziehung. <> Psycho.
pathie, Schwachsinn.
Psychoanalyse (griech. Seelen.
zerlegung), von dem jüd, Psy-.
chologen und Arzt Sigmund
Yreud (1856--1939) entwickel.
tes Heilverfahren zur Behebung
Scchischer Veohlleistungen, Stö-
rungen und Neurosen. IV. ging
von der Annahme aus, daß das
Seelenleben im wesenſtlichen
durch Gegschlechts- („Jhbido“)
und Podestricbe bedingt werde
und daß diese Triebe, durch
Kultur und Sitte zurückt“o.
drängt, in veränderter Vorn 1;
Vehlleistungen, Funktionsaus.
fälle und Anomalien verschiv.
denster Art wieder hervortic-
ten. Das Verfahren wurde von
Yreud und geinen Anhängern
zu einer allgemeinen Lehre vom
Seclenleben erweitert und be.
hoerrschte dank umfassender, vor

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