Psychologie
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Psychologi«

zwiSchen Leib und Scele trat
in der > Ausdruckskunde
und -> Konstitutionsforschung
(Jaecnsch, Klages, Kretschmer)
und gchließlich in der + Rassen-
Scclenkunde (Günther, Clauß)
geharf hervor. Als wichtige Son-
dergebiete erschienen die Srb-
Pg., die -+ Frbeharakterkunde
(Pfahler) u. die ->Integrationg«
Ps. (Jaensch).
Gegenüber der cartegiani-
gehen Finengung des paycho-
Jogischen Bereichs auf das Bo-
wußtsein will die Ps. der Gegen-
wart eino umfasgsende, in enge
Beziehung zur Biologie tretende
Menschenkunde Sein, die sich
eine Reihe von wichtigen Auf-
gaben stellt. Nach wie vor gilt
es, die scclischen Kinzelergchei-
nungen und «funktionen, ihren
Ablauf, ihre Gescetzmäßigkeit
und ihr Verhältnis zueinander
zu erforschen, Hierzu gehört die
Wahrnehmungs- bzw. Sinncs-
Ps. ebenso wie die Lehre von
den VYähigkeiten, den Begabun-
gen oder Mengenanlagen, von
dem Denken, den Willenshand-
lungen u. a. m., und schließlich
dio Wissenschaft von den scc-
lisgchen Grundgerichtetheiten u.
Grundansprechbarkeiten und
ihre einzelmenschlicho, 8oziale
uw rasgigche Ausprägung, Die Xr-
kenntnis des SKinzelphänomens
bildet jedoch nur die Vorgatufe
zu der Finsicht in den struktu-
rellen Gegamtaufbau des Ste-
Jenlebens, der gich darstellt als
ein vielfach bedingter, mehr-
Schichtiger Zusammenhang mit
zentraler, aber keineswegs über-
all bewußter Steuerung, Seine
Gebundenheit an die körper-
Jiche Gegamtgestalt, an deren
rassische, nervenphysgiologische,
konstitutionelle und endokrino-
Jogische Gegebenheiten ist da.
bei ebenso bestimmend wie au!
der anderen Seite die Voraus-
getzung, daß der scclische Zu-
gammenhang Seinen letzten Sinn
durch die Möglichkeit verant.
wortlichen Handelns und cha-
rakterlicher Bewöhrung erhält,
Die Ps. des handelnden Men.
gehen bildet daher die Krönung
und den Abgschluß der geelen-.
kundlichen Systematik. Von
begonderer Wichtigkeit für den
Erzieher ist die Lingicht in das
Seclische Seim beim Kinde und
Jugendlichen, in die Wachs-
Lumsersgcheinungen und die ein.
zeInen Entwicklungsphasen (->
Jugendkunde). Die Ps. ver-
mittelt ihm gleichzeitig eine ein-
gehende Kenntnis des jugend.
lichen Wesens und der Bedin.
gungen Seiner erziecherischen
und unterrichtlichen Arbeit,
Als Vachgebiet ist die Ps. an
Universitäten und anderen
Hochschulen, als Lehrbestand.
teil an den meisten pädagogi.
Schen und Sozialen Ausbildungs.
Stätten vertreten. An den wis.
Schschaftlichen Hochschulen
kann die Diplomprüfung (->
Diplompsychologe) und die
Doktorprüfung in Ps. abgelogt
werden, 8ofern ein planmäßiger
Lechrstuhl für gie bestcht.
Ztschr.: Zischr, für Ps. und
Physiologie der Sinnegorgane
(Seit 1890); Ztschr. für ane.
wandte Ps. und Charakter.
kunde (8eit 1908); Ztschr, für
pädagogische Ps. und Jugend.
kunde (8cit 1900); Archiv ſür
die gesamte Ps, (cit 1903), ---
1L..: B. Petermann, Wesensfragen
Scclisechen Scins, 1938; 1,
Jaensch, Der Gegentypus, 1938;
Ph. Lersch, Der Aufbau d«z3
Charakters, 1938; O. Krob, Yni.

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