Psychologische Institute
wicklungspsych. d. Grundschul-
kindes, 1935111.12; (3, Pfahler,
Vererbung als Schicksal, 1932;
W.Hartnacke,Seclenkunde vom
Vrbgedanken aus, 1940; Hand-
buch d. Erbbiologio des Men-
gehen, hg. v. G. Just, Bd.V, 1939.
Psychologische Institute, auch
>sychologische Seminare; Kin-
richtungen der Hochschulen, die
der pSychologischen Worscehung
und Lehre dienen. Ueber Ps, I.
außerhalb der Hochschulen ->
Prüf- und Vorschungsstellen.
Psychologismus, Uoeberbewer-
tung der Ps8ychologie; die Ue-
bertragung psychologischer Ge-
giehtspunkte auf Gebiete, die
der Psychologie fremd sind. Der
Ps. iSt eine in der Wissenschafſts-
entwicklung der letzten hundert
Jahre hervorgetretene Auffag-
gung, die alle Erkenntnisse auf
die „innere Yrfahrung“ oder auf
die Zustände des Bewußtseinsg
zurückfährte und darum die
Psychologie als Grundlage aller
Wissenschaften (auch der Er-
ziehungswissenschaft) betrach-
tote (z. B. PV. XK. - Beneke). Im
volkstümlichen Sinne heißt Ps.
die übertriebene Neigung, 8ec-
ljiscche Zustände zu zergliedorn
oder Sich mit ihnen zu beschäf-
tigen. In diesem Sinne hat A.
Rosenberg darauf hingewiesgen,
daß der Ps, nicht als „die Folge
eines Starken Seclentums“, 80n-
dern als ein Zeichen geclischer
Verkrüppclung und daher als
Verfallserscheinung anzuschen
cei (Mythus, 208/9), In der
Pädagogik zeigte gich der
Ps. u. &. in der Begehränkung
der erziehungswissenschaftli-
chen Forschung auf das Gebiet
der Kinderpsychologie und der
Verkennung des Sinnes der Er-
ziehung.
343
Psychophygik
Psychopathie (von griech. geeli-
Sches Leiden), Sammelbegriff
für eine Gruppe meist konsti-
tutionell begründeter, geelisch-
charakterlicher Abnormitäten,
die nicht zu den eigentlichen
Geisteskrankheiten gerechnet
werden können; abnorme HLi-
goentümlichkeit hauptsächlich
im Bereich des Gefühls- und
Willenslebens, vielfach bei nor-
maler oder gar hoher Intelli-
genz; auch in Verbindung
mit eigentlichen Psychosen
(Geisteskrankheiten) oder mit
3 Schwachsinn. Sie ist teils
auf vererbte, degenerative Ur-
Sachen, teils auf Traumen,
Milieueinflüssc, falsche Krzie-
hung usf. zurückzuführen und
umfaßt zahlreiche (neurastheni-
gche, hysterische, depressive, ob-
SCSSIVE 11. andere) Erscheinungs-
formen. Im Kindegalter treten
bes. bervor: Haltlosigkeit, Reiz-
barkeit, Zwangsvorstellungen,
Lügenhaftigkeit, Jähzorn, Phan-
tasterei, Acngstlichkeit u. „Ner-
vogität“. Psychopathen sind
daher nicht Selten Schwer er-
zichbar. -- 1..: Th. Ziehen, Die
Geisteskrankheiten des Kindes-
alters, 19262.
PSychophysSik, von 17. H. Weber
und Th. Fechner um 1860 bo-
gründete, exakte, mit Maß-
methoden arbeitende Wissen-
Schaft, die den Beziehungen
zwisSchen den Empfindungen
und der Stärke der ihnen zu-
grundoelicegenden äußeren Reize
nachgeht. Lines ihrer bekann-
testen KErgebnisse ist das 80g.
Weber - Fechnersche Gesetz,
nach welchem die Empfindungs-
intensität (13) in arithmetischer
Reihe wächst, wenn die Reiz-
stärke (R) geometrisch zu-
nimmb, (1 == IC + log, R; K =

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