Romantik
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Rogenberg

tärischen Symbol und zum In-
begriff der erzieherischen Zicel-
stellung geworden.
Romantik, in der Zeit zwischen
1800 und 1830 vor allem in
Deutschland entstandene gei-
Blige Bewegung, die auf alle Ge-
biete des Lebens und die mei-
Bten europäischen Länder über-
griff und mit dem „Sturm und
Drang“ zugammen gewöhnlich
zu der + Deoutschen Bewegung
gerechnet wird. Vorwiegend
in der Literatur zum Ausg-
druck kommend, hatte die R.
gewisse Berührungspunkte mit
der gleichzeitigen Philosophie
des deutschen + I1dealismug
und gab dem erzicherischen
Wollen und Denken vielfache
und z. T. entscheidende An-
Btöße, In dem -+ Bildungs-
roman (Wicland u, a.), aber
auch in immer wicderkehren-
den Betrachtungen über das
Wesen der Bildung (Novalis,
Brüder Schlegel) suchte 8ie das
erzieheriesche Leben dichterisch
zu gestalten, Ursprünglich von
innerlichem religiögem Kmp-
finden getragen, rückte die
gpätere, insbes, die Heidelberger
R, das Volkstum in den Mittcl-
punkt des Erlebens, Im An-
gehluß an Herder wurde das
Volk als der Träger des ge-
gehüchtlichen und des geistigen
Jebens empfunden und eino
Wiederverlebendigung der deut-
gehen Volkstumswerte ange-
bahnt. Als der Inbegriff der im
Volke Icbendigen, aber in ver-
gehiedenen Yormen sich äußern-
den naturnahen Kräfte erschien
der „„Volksgeist“ (Grimm, Savi-
gny). Die neue innerliche Gläu-
bigkeit gab wesentliche Grund-
Jagen für die Xrzichungsauffas-
gung Schleiermachers oder auch
VPröbels; die Erziehung zum
Volk wurde zum Element des
Brzichungsdenkens bei Arndt,
Jahn und Vichte. Im Gegengatz
zur Menschenauffasszung der
nachcartesianischen Philosophio
entwickelte die R. das Bild eines
ganzheitlichen, Seele und Leib
als eine Kinheit begreifenden
Menschenbums.
L.: 1. Schultz, WKassik und
R. der Deutschen, 1934--38;
A. VYranz, Der pädagogische Ge-
halt der deutschen R., 1937;
P. Klnekhohn, Das Tdeengut der
deutschen R., 1941.
Rogsenberg, Alfred, * 12.1.1893
Re val, Reichsleiter und Reichs-
minister für die Ostgebiele,
verlebte s8eine Jugend im
Baltikum und stndierte in Riga
und Moskau Architektur. Nach
dem Weltkriege kam er nach
München, wurde 1921 Haupt-
gehriftleitee des Völkischen Be-
obachters, 1933 Leiter des
Außenpolitisgchen Amtes der
NSDAP... i. J. 1934 Beauſf-
tragter des FYührers für die
Ueberwachung der gesamten
geistigen und weltanschaulichen
VFrziehung der NSDAP. und
1941 Reichsminister ſür die
Ostgebiete,
In Seinem Hauptwerk, dem
„Mythus des 20. Jhs.“, gibt cr
eine umfassende Schau und
Wertung der geistigen Gestal.
tenkämpfe unserer Zeit. Die
nationalsozialistiszche Woeltan-
schaunng betrachtet er als den
Ausdruck nordischen BSeclon-
ums und german. Charakter-
werte und gicht in der (Cic-
gehichte die Verwirklichung nor-
dischen Tatwillens, Die Raxxe
ist für ihn nicht nur etwas
Körperliches, sondern gleich-
zeitig der Inbegriff einer be-

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