Rumänien
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Rust

und einige Jandwirtschaftliche,
kaufmännische und gewerbliche
Bildungseinrichtuingen, Rund
2200 Lohrkräfte gind an die-
Sen Schulen tätig. PFür die
deutschen Volksschulen war auf
Grund des Volksschulgesetzes
vom Jahre 1924 in deutschen
Gemeinden die Firrichtung
deutschsprachiger Schulen ge-
währleistet. Scit dem Jahre 1934
wurde aber fast überall rumä-
nisch als Unterrichtssprache
durchgesetzt, Die deutschen
Mittelschulen wurden indirekt
gezwungen, doppelsprachig oder
rumänisch zu unterrichten. Die
deutschen Lohrer mußten in
strengen Prüfungen die ICennt-
nis der rumänischen Sprache
nachweisen. Von besonderer Be-
deutung für die deutsche Volks-
gruppe war das Privatschul-
wegen. Auch hier durfte ein
"Veil des Unterrichts nur in
rumänischer Sprache erteilt
werden. Auf Grund von Rege-
lungendesdJahres 1939 wurde die
Vrrichtung deutscher Schulen
gowie die Beibehaltung und
Vörderung des Unterrichts in
der deutschen Muauttersprache
zugesagt. Das Abkommen vom
30. 8. 1940 8ichert der deutschen
Volksgruppe die völlige Glvich-
setellung mit den Rumänen,
Kine einheitliche Regelung des
deutschen Schulwesens im Rah-
men der Staatlichen Souveräni-
tät R.8 mit dem Ziel, es ſüh-
rungsmäßig, organisatorisch u.
wirtschaftlich der deutschen
Volksgruppe zu unferstellen, er-
folgte i, J. 1942. Zur Yörderung
der Kulturellen Beziehungen
zwischen Deutschland und R,
wurde i. dJ. 1940 in Bukarest ein
Deutsches Wisszenschaftliches
Institut gegründet, -> Banat,
Besgarabien, Bukowina, Do-
brudscha, Siebenbürgen.
L.: K. 8. v. Türcke, Das
Schulrecht der deutschen Volks.
gruppen in Ost- und Südost-
Guropa, 1938; H. Brandsch,
Rumän, Pädagogen der Gegen-
wart, 1936.
Rundfunk, im nationalsozialisti-
gehen Reich in hervorragender
Weise gefördert u. kulturell wie
organisatorisch auf einen hohen
Standderſintwicklunggebracht,
ist ein wichtiges Mittel zur Her-
stellung einer dauernden Ver-
bindung zwischen der Staats.
führung und dem Volk, gleich-
zeitig aber Hilfsmittel der poli-
tischen Ausrichtung, der kultu.
rellen Erziehung, der Gewin-
nung eines unmittelbaren Ver-
hältnisses zu den Werten, die in
den deutschen Kulturschöpfun.
gen, insbes. der Dichtung und
der Mugik, verborgen liegen, und
gehließtich zu den geschicht.
lichen, politischen und knltu-
rellen Aufgaben des deutschen
Volkes, die der R. dem Hörcr
nahebringen hilft. Der R. goll
getragen werden von dem Be.
wußtscin der Verantwortung
vor Volk und Staat, Die Zu-
gammenſasgung aller am R,
Tätigen zur Reichsrundfunk.
kammer bietet die Cewähr dcr
einheitlichenerzicherischen Aus-
richtung. Die Reichsrundfunk.
gesellschaft 80wie die Reichs-
rundfunkkammer unterstehen
dem Reichsminister für Voll:s.
aufklärung und Propaganda,
-+ Reichskulturkammer, Schul-
funk.
Rust, Bernhard, * 30. 9. 1883
Hannover, Reichsminister für
Wissenschaft, Erziehung und
Volksbildung, ursprünglich Stu-
dienrat, zeit dem Jahro 1923

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