Schirach
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Schleiermacher

Menschen ausdrücke, In ver-
gSöühnendem Zusgammensgehluß
beider führe er zum zittlichen
Tun aus innerem Bedürfnis
und zur Vollendung der (natur-
haften oder künstlerischen) Per-
gönlichkeit. Unmittelbarer als
in den theoretischen Schriften
offenbart sich Sch.s (kämpfo-
risches und heroisches) Lebens-
gefühl in scinen Dramen, bes,
in den Pragödien.
Seine erzicherischen Gedan-
ken hat Sch. in einer Reihe von
Schriflen niedergelegt, unter
denen am bedeutsamsten gsind:
Die Schaubühne als eine mora-
lische Anstalt betrachtet, 1784;
Veber Anmut und Würde, 1793,
und Ueber die üästhetische Er-
ziehung des Mengschen, in einer
Reihe von Briefen, 1795. --
L.: W. Böhm, Sch.s Briefe
über die ästhetische Krziehung
des Menschen, 1927; B. von
Wiese, Die Dramen Sch.s, Po-
Iitik und 'Pragödie, 1938.
Schirach, Baldur von, * 9, 5.
1907 Berlin, Reichsleiter, Reichs-
statthalter und Gauleiter in
Wien, bis zum Jahre 1940 Ja-
gendführer des Deutschen Rei-
ches und Reichsjugendführerder
NSDAP., studierte in München
Kunstgeschichte u. Germanistik,
gehört Seit dem Jahre 1925 der
Partei an und wurde 1928
VYührer des NSD.-Studenten-
bundes. Seit 1931 war er Reichs-
jugendführer der NSDAP. und
geit dem 17. 6. 1933 zugleich
Jugendführer des Doutschen
Reiches. Xr baute die HJ. zur
umfassenden und alleinigen Ju-
gendorganisation des national-
Sozialisticchen Staates aus,
Durch Erl, des Führers vom
7. 8. 1940 wurde er zum
Reichsstatlthalter und Gauleiter
in Wien ernannt. Zugleich
wurde er unter Belassung in gei-
ner Stellung als Reichsleiter für
die Jugenderzichung der NS-
DAP. mit der Inspektion der
gesamten HJ. auch für den
Staatlichen Bercich beauftragt,
Die Jugendführung und HEr-
ziehung gründet Sch. auf den
kämpferischen Willen, die Be-
geisterung und die Khrfurcht
und tritt ein für die Kinheit der
gesamten Frziehung. Sch. ist
auch als Lyriker hervorgetre-
ten.
vehr.: Die Vahne der Veoer-
folgten, 1933; Die HJ., Idee
und Gestalt, 1934; Revolution
der Erziehung, 1938.
Schleiermacher, Friedrich Da
niel Krnst, * 21. 11. 1768 Bres-
lau, T 12. 2. 1834 Berlin, Theo-
loge und Pädagoge einer roman-
tische, pietistische und ideali-
Stische Anregungen fortführen-
den GeisteShaltung, war zuerst
Hauslehrer, Lehrer und Geist-
licher, Später Prediger in Berlin
und Stolp, 1804 Prof. in Halle,
1809 Prediger an der Drei-
falvigkeitskirche in Berlin und
Seibt 1810 Prof. an der neu-
gegründeten Universgsität. Von
1810 bis 1815 gehörte er zu-
gleich der Sektion für öffent.
lichen Unterricht im preuß.
Ministerium an und hatte we-
Sentlichen Anteil an der Be-
wegung zur politischen und er-
zieherischen IKrneuerung Preu-
Bens. Sch. betrachtete die Päd-
agogik als eine der Politikneben-
geordnete Wissenschaft, die das
Sittlich-Soziale Leben im Sinne
der humanistisch-idealistischen
Bildungsidee umzugestalten ha-
be, und wies der Erziehung die
Aufgabe zu, die Forderungen
der Gemeinschaft und der Per-

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