Scholaster

gon und die Ansprüche des
Augenblicks und der Zukunft
miteinander in Linklang zu
bringen,
Schr.: Pädagogische Schrif-
ten, hg. von Platz, zuerst 1845.
---“ 1L,..; W. Dilthey, Das Leben
Sch.s, Bd. 1, 1922; Vr. Kade,
Sch.s Anteil an der Intwick-
lung des preußischen Bildungs-
wesens von 1808 bis 1818, 1925;
H. Rolle, Die Bedeutung Sch.s
für die wissenschaftliche Päd-
agogik, 1910.
Scholaster, auch Scholarch oder
Scholastikus, Schulherr, im MA.
Bezeichnung für denjenigen
Domherrn, der die Aufsicht über
-> die Domschule führte.
Scholastik (von lat. Schule,
Klosterschule), Form der ma,
"Theologie und Philosophie, aber
auch des ma.-Kirchlichen Bil-
dungsweosens. Die Sch. betrach-
tete dio kirchlichen Glaubeng-
inhalte als die alleinige Richt-
gehnur der Philogophie, der
Wissenschaſt und des Lernens
und bemühte gich in der schola-
stischen Philosophie vor allem,
dies Offenbarungsbestandteilo
auf dem Wege der Vernunft zu
beweisen. Die Yrüh-Sch. ent-
wickelte geit dem 9. Jh. insbes.
im Anschluß an die Kirchen-
väter erste philogophische Sy-
gtemverguche. Seit dem 13. Ih.
wurde in der 80g. Hoch-Sch.
die scholastischo Philogophie zur
herrschenden Lehre vor allem
der Universitäten. Sie 8paltete
gich jedoch gleichzeitig in cine
Reihe von Sonderrichtungen,
die noch Jahrhunderte hin-
durch das geistige Leben bes,
der kath. Läniler bestimmten.
Im Schuluoterricht traten zu
den bisherigen ITehrinhalten
des Lateinunterrichts und der
380
Schreibuntferricht.

„Scptem artes“ (> Küngte) die
Grundbestandteilo der g8chola-
glischen "Theologie und Philo-
gophie und in Verbindung damit
die Ausübung der formalen
Disputierkungst zur Verteidigung
dergelben in Beweis und Gegen-
beweis.
Die kirchlichen Schulen hicl-
ten in der Volgezeit auch unter
veränderten Bedingungen vicl-
fich an den alten 8cholastischen
Inhalten und Vormen fest. Als
Sch. bezeichnetos man dann
gewöhnlich die Erstarrung des
Lernbetricbes in Lateinunter-
richt und formalistischem Drill,
die weiterhin allgemein das
Kennzeichen der Schulen bil-
deten. Geistige Bewegungen wio
Humanismus, Reformation und
Aufklärung bekämpften die Sch.
in diesem wie in jenem Sinne.
Dennoch hat diese ihren Kin-
fluß mehrmals erneuert und
immer wieder, bes, im 16. und
17. Jh., aber auch Später noch,
bis in das prot, Schulwesen
und die prot, Philosophie hin-
vingewirkt,
Schreibhunferrieht, Vor der Er-
findung des Buchdrucks war
das Schreiben eine von wenigen
geübte Kunst. Der Sch. wurde
im allgemeinen nicht als eine
Aufgabe der Schule betrachtet,
gondern durch besondere
Schreibmeister oder „„Modisten“
und daher unabhängig von dem
Teseunterricht erteilt. Mit der
Verbreitung der Buchdrucker-
kunst entwickelten gsich ge-
trennt voneinander die mehr
den technischen Bedingungen
des Druckes entsprechende
Druckschriftf und eine ver-
bundene, aus der gotischen
Kurzivschrift hervorgegangene
Schreibschrift, Der noch währ-

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